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Zukunft trifft
Vergangenheit

Futuristisch im Design und innovativ in der
Technik gibt das Hyundai Brennstoffzellen-
SUV NEXO einen Ausblick in die Zukunft der
Mobilität – und besucht für das MyHyundai
Magazin bedeutende Zeugen der
Vergangenheit.

Text: Klaus Rubach
Fotos: Holger Schaper

Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) für den Hyundai NEXO 120 kW (163 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: innerorts: 0,77 kg H2/100 km; außerorts: 0,89 kg H2/100 km; kombiniert: 0,84 kg H2/100 km. CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Effizienzklasse: A+. Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt und in NEFZ-Werte umgerechnet.

Leise rollt der Hyundai NEXO vor dem alten Stahlgerippe des früheren Gasometers entlang. Die Titanium Grey-Mattlackierung schimmert edel im Licht der hochstehenden Frühsommersonne. Das leuchtende Rot der markant geformten LED-Rückleuchten setzt einen deutlichen Kontrast zur verblichenen Rostschutzlackierung der vielen Rohrleitungen, die sich im Hintergrund in einigen Metern Höhe schier endlos über das weitläufige Gelände verbreiten.

Sauber unterwegs: NEXO fährt mit Wasserstoff

Der optische Gegensatz ist auch ein technologischer: Das innovative SUV-Modell ist als Brennstoffzellenfahrzeug ganz klar für die Zukunft konzipiert, es stellt mit Hilfe von Wasserstoff seinen eigenen Strom her, der einen 120 kW (163 PS) starken Elektromotor mit Elektrizität versorgt, und fährt absolut abgas- und emissionsfrei – einzig Wasser oder Wasserdampf gibt der NEXO an die Umwelt ab. Schon seit über 20 Jahren forscht Hyundai intensiv an der Technologie und stellte bereits 2013 mit dem ix35 Fuel Cell das erste in Serie gefertigte Brennstoffzellenfahrzeug der Welt vor. Der NEXO steht nun auf einer eigenen Plattform, weshalb alle Komponenten seines klimafreundlichen Antriebs – Brennstoffzelle, Elektromotor, Wasserstofftanks und Speicherbatterie – so platzsparend untergebracht werden konnten, dass an Bord die gleichen Platzverhältnisse herrschen wie in jedem anderen SUV dieser Größe.

Es war einmal: Zeche Zollverein,
ehemals weltgrößtes Bergwerk

Im Hintergrund dagegen erinnern die verwitterten Industrieanlagen an die Vergangenheit, als Klima- und Umweltschäden noch kein Thema und rauchende Schlote vor allem sichtbares Zeichen für Aufschwung und Wohlstand waren: Der NEXO ist zu Besuch auf der Zeche Zollverein. Bis zur Schließung 1986 wurden hier über ein Jahrhundert lang jährlich bis zu 3,6 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert, bis zu 8.000 Menschen fuhren unter Tage und weitere 1.000 Mitarbeiter veredelten täglich in der benachbarten Kokerei in über 300 Öfen rund 10.000 Tonnen Kohle zu Koks. Der Komplex, der sich über mehr als 100 Hektar über die Essener Stadtteile Stoppenberg und Katernberg erstreckt, war zu seiner Zeit ein wahrer Gigant, aber eben auch nicht gefeit vor dem Lauf der Dinge. Und so ging es dem einstmals größten und leistungsfähigsten Bergwerk der Welt wie vielen anderen Zechen im Ruhrgebiet: Die Steinkohleförderung wurde, weil viel zu teuer, eingestellt.

Industrieanlagen der Zeche Zollverein
Hyundai NEXO - Rückansicht
Neue Aufgaben: Alte Industrieanlagen locken Besucher an

Immerhin: Das von Fritz Schupp und Martin Kremmer entworfene Industrieensemble ist seit 2001 UNESCO-Welterbe – wegen der herausragenden Architektur und als bedeutendes Zeugnis der Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. Auch andere ehemalige Industrieanlagen haben inzwischen alternative Aufgaben übernommen. Zum Beispiel das ehemalige Hüttenwerk in Meiderich, heute Heimat des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Während sich im Essener Norden Museen, Unternehmen und Universitäten angesiedelt haben, locken 30 Kilometer weiter westlich vor allem regelmäßige Kulturveranstaltungen in einem einmaligen Ambiente.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi - Frontansicht
Fit für die Langstrecke: NEXO fährt über 750 Kilometer weit1

Der NEXO ist nun ein Stück weit auf der Autobahn dorthin unterwegs. Kaum hörbar surrt das E-Aggregat unter der Haube, schiebt den Fronttriebler bei Bedarf aber mit 395 Newtonmeter Drehmoment kräftig an. Die vielen Assistenzsysteme sorgen am Steuer trotz des hektischen Revierverkehrs für Entspannung. Zum Beispiel die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung und Stopp-Funktion, die automatisch die Distanz zum Vordermann hält und bei Bedarf auch selbstständig bis zum Stillstand abbremst. Oder der Stauassistent, der den NEXO beharrlich in der Mitte der Fahrspur hält. Ein Blick auf den serienmäßigen 12,3 Zoll großen Monitor mit Splitscreen-Funktion offenbart derweil, dass die drei Wasserstofftanks unter Innen- und Gepäckraum komplett gefüllt sind. Sie machen mit 6,33 Kilogramm H2-Kapazität Reichweiten bis zu 756 Kilometer1 möglich – der NEXO fährt so weiter als jedes andere Elektromodell auf dem deutschen Markt und kann Ladestationen getrost links liegen lassen.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi - Frontansicht
In Minutenschnelle: Tanken wie beim Verbrenner

Ohnehin wäre das Tanken in wenigen Minuten erledigt – ganz wie bei einem Benziner- oder Dieselmodell. Das stellte der NEXO ein paar Kilometer zuvor in Mülheim an der Ruhr unter Beweis. Dort findet sich eine von bundesweit derzeit über 70 Wasserstofftankstellen. Nicht nur das Navigationssystem an Bord des NEXO zeigt die Zapfanlagen, sondern auch die Smartphone-App "H2.live". Sie wird von der Initiative H2 Mobility herausgegeben, in der sich Automobilhersteller, Mineralölkonzerne und Gase-Anbieter zusammengeschlossen haben, um ein flächendeckendes Netz aufzubauen. Bis Ende 2019 sollen bereits 100 Wasserstofftankstellen in Deutschland in Betrieb gegangen sein. Der Tankvorgang selbst ähnelt dem Ablauf an einer herkömmlichen Zapfsäule – und dauert ebenfalls nur wenige Minuten: Schutzkappe am Tankstutzen des NEXO abziehen, Zapfpistole aufsetzen und einrasten lassen, Tankvorgang mit einem Knopfdruck an der Säule starten. Das war's. Bezahlt wird per Tankkarte, die bei H2 Mobility angefordert werden kann.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi - Frontansicht
Blindflug war gestern: Zuverlässiger Blick in den toten Winkel

Mit Wasserstoff fahren – das klingt für viele dennoch wie Science-Fiction. Aber es funktioniert, und zwar so gut und unauffällig, dass der NEXO vor allem mit seinem schicken Design auf sich aufmerksam macht und mit vielen kleinen überzeugenden Details das Herz seines Fahrers erobert. Zum Beispiel mit der Einblendung des Tot-Winkel-Bereichs2 in die Instrumente: Sobald der Blinker gesetzt wird, erscheint vor dem Fahrer ein Echtzeitbild des in den Außenspiegeln verborgenen Sektors – eine kleine Kamera auf jeder Seite macht es möglich. So kann nicht nur gefahrlos die Spur gewechselt werden – beim Rechtsabbiegen bleiben auch Fahrradfahrer nicht länger unerkannt.

Route der Industriekultur: 55 Denkmäler im Revier

In der Ferne werden schon die Schornsteine und der letzte verbliebene Hochofen im Landschaftspark Duisburg-Nord sichtbar. Ebenso wie die Zeche Zollverein ist der Landschaftspark einer der Ankerpunkte der Route der Industriekultur, die im gesamten Ruhrgebiet 55 bedeutende Industriedenkmäler verbindet.

Hier ist was los: Landschaftspark Duisburg-Nord setzt auf Kultur

Noch heute ist die Stadt Deutschlands bedeutendster Standort bei der Produktion von Eisen und Stahl, das ehemalige Hüttenwerk in Meiderich allerdings wurde schon 1985 aufgegeben und in den Landschaftspark umgewandelt. Mit der ursprünglichen Nutzung – vor über 100 Jahren loderten fünf Hochöfen gleichzeitig auf dem Gelände – ging der imposante Industriekomplex jedoch nicht unter: Konzerte, Theaterinszenierungen und Kinovorführungen in der früheren Kraftzentrale, der Gebläsehalle, der Gießhalle oder auf dem mit 180 Hektar Fläche riesigen Außenareal ziehen mitunter tausende Besucher an – ebenso wie die charakteristischen Lichtinstallationen, die bei großen Veranstaltungen die Anlagen in vielen Farben illuminieren.

Hyundai NEXO - RückfahrkameraHyundai NEXO im Landschaftspark Duisburg-Nord
Industrianlage Henrichshütte

Die Henrichshütte ist eng verknüpft mit dem so genannten schwarzen Donnerstag im Februar 1987: Damals wurde das Ende des Werks und der Abbau von tausenden Arbeits- und Ausbildungsplätzen verkündet – erstmals drohten Massenentlassungen in der deutschen Stahlindustrie. Beschäftigte und Bevölkerung kämpften über ein Jahr lang, konnten die Schließung des Werks aber nicht verhindern.

Geschichtsträchtig: Henrichshütte in Hattingen

Der Hyundai mit dem zukunftsträchtigen Antriebskonzept hat jedoch noch eine weitere Etappe vor sich und rollt zurück auf die Autobahn. Er lässt Duisburg hinter sich und durchquert das Revier in Richtung Osten. Ziel ist die Henrichshütte in Hattingen südwestlich von Dortmund.

Zu Besuch im Museum: NEXO als Vorbote eines neuen Zeitalters

150 Jahre begleitete die Fertigung von Koks, Eisen und Stahl die Stadt, die Henrichshütte als wichtigster Arbeitgeber gab bis zu 10.000 Menschen Arbeit. Geblieben ist ein beeindruckendes Industriedenkmal mit dem ältesten noch erhaltenen Hochofen im Ruhrgebiet – und ein unvergleichliches Museum, das die gesamte Anlage umfasst und tiefe Einblicke in die Prozesse auf einer Hütte bietet. Der NEXO, der jetzt im Schatten des 55 Meter hohen Hochofens zwischen Lokomotiven und Kesselwagen parkt, wirkt in der morbiden Umgebung wie der Besucher von einem anderen Stern. Tatsächlich könnte er der Vorbote eines neuen Mobilitätszeitalters sein – in dem Elektroautos alltäglich sind und Wasserstoff für Reichweiten sorgt, wie man sie schon heute kennt.

Hyundai NEXO - Seitenansicht Hyundai NEXO - Seitenansicht

Guten Morgen,
Übermorgen.

Entdecken Sie schon heute die nachhaltige Mobilität der Zukunft – und warum Hyundai
schon immer bereit für den nächsten Schritt war.

Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) für den Hyundai NEXO 120 kW (163 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: innerorts: 0,77 kg H2/100 km; außerorts: 0,89 kg H2/100 km; kombiniert: 0,84 kg H2/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Effizienzklasse: A+. Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt und in NEFZ-Werte umgerechnet. Stromverbrauch für den Hyundai KONA Elektro: kombiniert: 15,4-15,0 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Effizienzklasse: A+. Stromverbrauch für den Hyundai IONIQ Elektro 100 kW (136 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: kombiniert: 13,8 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+.3

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Elektromobilität ist dank verbesserter Infrastruktur und Tankstellen mit Schnelladestationen auf dem Vormarsch.

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1 Die Maximale Reichweite beträgt bis zu 756 km bei idealen Verkehrsbedingungen, Fahrzeugausstattungen und optimaler Fahrweise. Im realen Fahrbetrieb kommt es zu einer geringeren Reichweite.

2 Totwinkelassistent mit Monitoranzeige (BVM): Bestandteil Premium-Paket.

3 Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.

Die angegebenen Werte wurden nach vorgeschriebenen Messverfahren (§ 2 Nrn. 5, 6, 6 a PKW-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung) ermittelt. CO2-Emissionen, die durch die Produktion und Bereitstellung des Kraftstoffes bzw. anderer Energieträger entstehen, werden bei der Ermittlung der CO2-Emissionen gemäß der Richtlinie 1999/94/EG nicht berücksichtigt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein dem Vergleich der verschiedenen Fahrzeugtypen. Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG: Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten, der gewählten Rad- und Reifengröße, der Masse des Fahrzeugs und anderen nicht technischen Faktoren beeinflusst. CO2 ist das für die Erderwärmung hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.