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Saubermann im
Dieselreich

Es ist der erste Hyundai IONIQ Elektro, der in
Frankfurt am Main als Taxi im Einsatz ist –
und seit November 2018 seine Aufgabe
zuverlässig und störungsfrei erfüllt. Auch
Probleme mit Reichweite und Ladezeit
kennt Besitzer Erwin Auth nicht.

Text: Klaus Rubach
Fotos: Christian Herb

Stromverbrauch für den Hyundai IONIQ Elektro 88 kW (120 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: kombiniert: 11,5 kWh/100 km;
CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+.

Nördlich des Frankfurter Flughafens, direkt neben der benachbarten Autobahn A3, warten Dutzende Taxis auf einer fußballplatzgroßen Fläche darauf, zu den Halteplätzen vor den Terminals gerufen zu werden. Es sind die üblichen Modelle, die sich hier im elfenbeinfarbenen Droschkendekor zeigen: Mittelklasselimousinen aus schwäbischer Produktion überwiegen deutlich, einige wenige Kompaktvans aus Norddeutschland sorgen für Abwechslung. Nur einen Steinwurf entfernt steht ein echter Taxi-Exot: Ein Hyundai IONIQ Elektro in der Ausstattungslinie Style. Er hat sich auf der kleinen Parkfläche den Weg an die Ladestation gebahnt – hindurch zwischen Benziner- und Dieselmodellen, die da eigentlich nichts zu suchen haben, aber die zumeist freien Abstellplätze vor den Stromlieferanten rücksichtslos ausnutzen. Für Erwin Auth kein seltenes Erlebnis: "Die für Elektroautos vorgesehenen Flächen vor den Ladesäulen etwa bei Supermärkten sind immer wieder zugeparkt. Erst abends nach 22 Uhr sind die frei", merkt er an.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi - Frontansicht
Fahren statt laden: Stromvorrat im IONIQ reicht für eine Schicht

Dabei ist das abgas- und emissionsfreie Elektromodell des 54-jährigen Taxiunternehmers an diesem sonnigen Tag im Juni gar nicht auf den Strom aus der Ladesäule angewiesen – er hat die Kompaktlimousine nur fürs Foto mit dem Energielieferanten verbunden. "Die Reichweite pro Ladung liegt bei rund 250 Kilometer, je nach Wetterbedingungen", sagt er. "Das reicht für eine Schicht." Dann steuert der IONIQ über Nacht die Wallbox auf dem Grundstück eines Freundes an. Und wenn es zwischendurch doch einmal knapp wird mit der Energiereserve in den Batterien, etwa weil im Winter den ganzen Tag über geheizt werden muss, fährt Auth zum Schnelllader am Frankfurter Flughafen. Nach nicht einmal einer halben Stunde geht es dann mit vollen Akkus weiter. Ein besonderer Service im Frankfurter Taxigeschäft kommt ihm dabei entgegen: Elektromodelle dürfen sich nach dem Laden wieder an ihrer ursprünglichen Position in die Warteschlange einreihen und müssen sich nicht hinten anstellen. "So habe ich überhaupt keinen Zeitverlust", freut sich Auth.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi an Ladesäule
Entspannt statt hektisch: IONIQ Elektro sorgt für Ruhe an Bord

Weil sich der IONIQ Elektro problemlos in seinen Alltag als Taxi eingefügt hat, kann der Hyundai Fahrer die immer wieder aufkeimenden Diskussionen über die Praxistauglichkeit von Elektroautos schon längst nicht mehr nachvollziehen. "Manche haben die Vorstellung, es dauere stundenlang," berichtet er über die vielen Gespräche, die er mit seinen Fahrgästen vor allem über das Laden führt. "Da herrscht doch noch ganz viel Unwissenheit." Ansonsten bekommt er viel Begeisterung zu spüren, vor allem wegen der leisen Fortbewegung, die im innerstädtischen Verkehr allenfalls von den Abrollgeräuschen der Reifen unterbrochen wird. "Ich mag das sehr und habe mir einen entspannten Fahrstil angewöhnt", beschreibt er und fügt hinzu: "Ich hatte noch nicht das Gefühl, Zeit zu verlieren."

Rekuperieren statt Bremsen: Laden bei jeder Verzögerung

Zu Gute kommt ihm dabei die über Schaltpaddel regelbare Rekuperation, bei der der Vortrieb zum Beispiel beim Ausrollen für das Aufladen der Speicherbatterien genutzt wird. "Ich habe sie immer auf höchster Stufe stehen und brauche eigentlich nicht mehr herkömmlich zu bremsen", so Auth. Einmal allerdings, merkt er an, sei er froh darüber gewesen, dass sein IONIQ Elektro einen autonomen Notbremsassistenten serienmäßig an Bord hat. "Mir war etwas runtergefallen, und während ich mich danach gebückt hatte, hat der IONIQ von selbst gebremst. Das hat uns gerettet."

yundai IONIQ Elektro Taxi an Ladekabel
Taxifahrer Erwin Auth in seinem Taxi

Taxifahrer Erwin Auth aus Frankfurt am Main orderte als erster Unternehmer der Stadt ein Elektromodell – und erachtet seinen IONIQ trotz kompakter Ausmaße für angemessen groß.

Probieren statt lamentieren: In der Praxis ist Reichweite kein Problem

Auth, seit 30 Jahren in der Bankenmetropole hinter dem Steuer eines Taxis unterwegs und seit 1992 selbstständig, orderte als erster Unternehmer der Stadt ein Elektromodell – und erachtet seinen IONIQ trotz kompakter Ausmaße für angemessen groß. "Er hat vier Türen und Platz für vier Personen. Mehr brauche ich nicht.“ Inzwischen sind immerhin schon drei von knapp 1.800 Taxis in Frankfurt mit Elektroantrieb im Einsatz. "Die Kollegen scheuen vor der Anschaffung zurück", berichtet Auth, "vor allem wegen der Reichweite." Für ihn kein Hemmnis: "Ich bin vor allem wegen der Dieseldiskussion auf ein Elektroauto umgestiegen", erläutert er und ergänzt: "Ich bin ja in der Regel nur in der Stadt unterwegs, wo abgasfreies Fahren besonders zählt. Da finde ich selbst im Notfall immer irgendwo eine Ladestation." Erst einmal, so berichtet er, habe er eine Fahrt sausen lassen müssen: "Es sollte hier vom Flughafen nach Paris gehen. Da habe ich gepasst, weil ich nicht einschätzen konnte, wo ich auf der Strecke laden kann."

Obwohl bislang alles prima läuft, hat Auth Verbesserungswünsche an seine Heimatstadt: "Die Taxistände müssten endlich mit Ladesäulen ausgerüstet werden, dann wären auch mehr Elektroautos unterwegs", ist er sich sicher. Obwohl dies schon seit Jahren angekündigt wird, hat sich bislang quasi nichts getan. Die vielen Vorteile, die der IONIQ Elektro auch im gewerblichen Einsatz bietet, kann Auth deshalb vermutlich noch über einen längeren Zeitraum für sich allein nutzen. Bei einem Kilometerstand von aktuell knapp 35.000 Kilometern war er zwei Mal beim Hyundai Händler zum Regelservice. Weil es weder Öle noch Filter zu ersetzen gab, blieben die Kosten mit zusammen 200 Euro ebenso übersichtlich wie die Ausgaben für Strom: "Momentan lade ich für 25 Cent pro Kilowattstunde. Das macht für 100 Kilometer etwa drei bis vier Euro. An der Tankstelle bekomme ich dafür nicht mal drei Liter Sprit", rechnet er. Was noch hinzu kommt: Für zehn Jahre sind Elektroautos steuerfrei unterwegs. Eigentlich viele gute Argumente, damit der IONIQ Elektro mit der Taxinummer 210 nicht mehr lange für sich bleibt.

Hyundai IONIQ Elektro Taxi - Rückansicht
Der neue Hyundai IONIQ

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Stromverbrauch für den Hyundai IONIQ Elektro 100 kW (136 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: kombiniert: 13,8 kWh/100 km;
CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+.2

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Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) für den Hyundai NEXO 120 kW (163 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: innerorts: 0,77 kg H2/100 km; außerorts: 0,89 kg H2/100 km; kombiniert: 0,84 kg H2/100 km. CO2-Emission kombiniert:
0 g/km; CO2-Effizienzklasse: A+.1

1 Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt und in NEFZ-Werte umgerechnet.

2 Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.

Die angegebenen Werte wurden nach vorgeschriebenen Messverfahren (§ 2 Nrn. 5, 6, 6 a PKW-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung) ermittelt. CO2-Emissionen, die durch die Produktion und Bereitstellung des Kraftstoffes bzw. anderer Energieträger entstehen, werden bei der Ermittlung der CO2-Emissionen gemäß der Richtlinie 1999/94/EG nicht berücksichtigt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein dem Vergleich der verschiedenen Fahrzeugtypen. Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG: Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten, der gewählten Rad- und Reifengröße, der Masse des Fahrzeugs und anderen nicht technischen Faktoren beeinflusst. CO2 ist das für die Erderwärmung hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.