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PORTRÄT

„Ehrlichkeit ist
das A und O“

Sie ist Feministin, Schauspielerin und
Fair-Fashion-Aktivistin: Seit Jahren macht
sich Marie Nasemann schon für einen
umweltfreundlichen Umgang mit Mode
stark. Nun setzt die Wahlberlinerin auch
in puncto Mobilität auf Nachhaltigkeit:
mit einem Plug-in-Hybrid von Hyundai.
Text: Matea Prgomet
Credit: Jens Fischesser

Marie, was bedeutet dir als berufstätige und viel beschäftigte Mutter das Thema Mobilität?

Seit ich Mutter bin, dreht sich mein Alltag viel um Zeitmanagement und Effizienz. Ich habe nur fünf Stunden am Tag Zeit, um meine Arbeit zu schaffen. Sprich: Es muss oft schnell von Termin zu Termin gehen. Berlin ist sehr groß, da setze ich mich schon öfter mal ins Auto und bin froh, einen Hyundai Plug-in-Hybrid fahren zu dürfen.

Deine These, über die du auch ein Buch geschrieben hast, lautet: „Nachhaltigkeit geht nur mit Kompromissen.“ Was meinst du damit?

Ein Mensch verbraucht Ressourcen, sobald er auf die Welt kommt. Niemand kann, zumindest bei uns in Deutschland, perfekt nachhaltig leben. Kompromisse sind der einzige Weg.

Welche Kompromisse machst du bei deinem eigenen Reiseverhalten?

Ich muss gestehen: relativ wenige. Ich verzichte zwar seit einigen Jahren auf Inlandsflüge und wir haben oft Urlaub an der Ostsee oder Nordsee gemacht, aber diesen Winter möchte ich mit meiner Familie nach Kapstadt fliegen und so dem kalten Berliner Winter entfliehen. Da kompensieren wir natürlich die Flüge und damit unseren CO2-Ausstoß – auch wenn das eigentlich gar keine Kompensation ist, sondern eine Spende an Klimaprojekte.

Wie schafft man es, Menschen zu inspirieren und ihnen Tipps zu geben, ohne dabei belehrend zu wirken?

Ehrlichkeit ist das A und O. Ich berichte über gelungene Momente ebenso wie über das Scheitern, wenn es um Nachhaltigkeit geht.

Hyundai Geschäftsführer Jürgen Keller und Mrie Nasemann in einem Fahrzeug

Marie Nasemann

ist seit Juni 2022 die offizielle Stimme von Conservation International, einer Organisation für
Umweltschutz. Damit tritt sie in die Fußstapfen von Julia Roberts, Reese Witherspoon und Hannelore
Elsner. Mit ihrer Informationsplattform fairknallt.com informiert die 33-Jährige außerdem
regelmäßig über Nachhaltigkeit in der Mode.

Marie Nasemann

Du bist Influencerin im Bereich Nachhaltigkeit und Mode. Was macht dir mehr Spaß?

Mit der Rettung des Planeten ist es ein zweischneidiges Schwert. An einem Tag bin ich mit Fridays for Future auf der Straße und alles fühlt sich sehr groß und optimistisch an. Am nächsten Tag bin ich komplett frustriert, weil im Bundestag wieder gegen die Erde entschieden wurde. Da macht nachhaltige Mode manchmal mehr Spaß, weil es in diesem Bereich einfach ist, sich auf die positiven Entwicklungen zu fokussieren.

Hast du selbst schon Erfahrungen mit Elektromobilität gemacht? Gerade fährst du einen Plug-in-Hybrid. Was sind die Vorteile?

Im Jahr 2018 habe ich mit einem Elektroauto einen Roadtrip durch Deutschland gemacht. Ich muss zugeben, das Tanken war da noch recht kompliziert und teilweise kamen wir nicht so weit, wie wir wollten. Heute wäre das etwas anderes! Der Plug-in-Hybrid ist für uns als Familie eine sehr praktische Alternative, da wir entscheiden können, wann Strom und wann Benzin getankt werden soll. Außerdem können wir den Plug-in- Hybrid bei guter Planung auch 100 Prozent elektrisch und damit emissionsfrei fahren.

Welche Eigenschaften muss ein Auto für dich mitbringen, damit es dir gefällt?

Mein Mann und ich sind sehr groß und wir haben lange Beine. Für uns ist am allerwichtigsten, dass wir Beinfreiheit und einen guten Überblick über die Straße haben. Ansonsten brauchen wir Platz für zwei Kindersitze und aktuell zwei Kinderwagen, das macht nicht jeder Kofferraum und nicht jede Rückbank mit. Wichtig ist mir auch ein gut funktionierendes Soundsystem im Auto. Nichts ist nerviger als Bluetooth-Probleme (lacht).

Hyundai Konzeptfahrzeug

Warum hast du dich schließlich für einen Hyundai entschieden?

Der SANTA FE erfüllt all diese Kriterien. Er fühlt sich intuitiv gut an und bietet den
Platz, den wir brauchen. Er ist leicht bedienbar und sieht dazu schnieke aus.

Bist du lieber Beifahrerin oder Fahrerin?

Im Gegensatz zu meinem Mann stresst mich der Verkehr in der Stadt
überhaupt nicht, da fahre ich gerne. Wenn es um längere Strecken im Urlaub
oder Fahren bei Nacht geht, übernimmt mein Mann lieber das Steuer.

Wie würdest du deinen Fahrstil beschreiben?

Ich war leider eine sehr chaotische Fahranfängerin. Als Dorfkind dachte ich,
man müsse schnell fahren, um cool zu sein. Ich habe dann aber schnell
verstanden, dass ich meine Mitfahrer und mich lieber sicher ans Ziel bringe.
Wenn ich alleine fahre, singe ich sehr laut und finde diese Privatsphäre im
Auto toll. Manchmal mache ich auch sogenannte Wutarbeit im Auto. Ich fahre
an einen menschenleeren Ort und schreie einfach mal heraus, was mich
belastet. Das ist sehr befreiend und ich kann es jedem nur empfehlen.

In Deutschland kann niemand perfekt nachhaltig leben. Kompromisse sind der einzige Weg.

Portrait Marie Nasemann

Wie stellst du dir den perfekten Roadtrip vor?

Auf jeden Fall ohne Kinder (lacht). Mein Mann und ich düsen durch eine schöne Landschaft, Südfrankreich vielleicht oder die USA. Zeit spielt keine Rolle, wir haben gute Snacks dabei, die Sonne scheint, die Fenster sind unten und wir singen beide lauthals zur Musik mit.

Und was läuft dann bei euch im Auto bei einer Reise: ein Podcast oder Musik?

Zuerst Musik, Musik, Musik und wenn wir genug gehört und gesungen haben und bereit für neuen Input sind, gehen wir über zu Podcasts mit Themen, die uns aktuell interessieren: Familienleben, Beziehung und Glücklichsein.

Was inspiriert dich sonst noch, neben deiner Liebe zur Literatur?

Fotographie hat mich immer sehr beeinflusst. Ich schieße immer noch alle Kampagnen von Alighieri selbst. Die Welt durch eine Linse zu erkunden, zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen, das ist eine große Passion und für mich auch eine Form der Kommunikation. Schmuck ist übrigens auch eine Art einer universellen Sprache – in jedem Land, das ich bisher bereist habe, gab es Leute, die Schmuck genutzt haben, um sich selbst, ihre Emotionen oder ihre Kultur damit auszudrücken. Das ist doch wundervoll.

Was treibt dich an, wenn du an die Zukunft denkst?

Ich möchte weiterhin Geschichten erzählen und die Geschichten der Menschen um mich herum erfahren. Das hat mich schon immer angetrieben. Und ich möchte mein Label Alighieri weiter dafür nutzen, Menschen zusammenzubringen und eine große Community aufzubauen, so etwas wie eine weltweite, inklusive Gang. In der jeder auch mal einen schlechten Tag haben kann. Das gehört einfach dazu.

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