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PORTRAIT

Vom Auto zur Couture

Was soll mit alten Werkstoffen aus der
Produktion und ausgedienten Autos
geschehen? Beim Mode-Event Re:Style
versucht Hyundai gemeinsam mit
nachhaltigen Designern eine Antwort auf
diese Frage zu finden. Was sich aus Airbags,
Sicherheitsgurten und Bodenbelägen
alles herstellen lässt, zeigt die
neue Kollektion.
Text: Tanita Hecking
Fotos: Hyundai

Unkonventionelle Perspektiven fördern Kreativität und sind wichtig für den Fortschritt. Deshalb richtet Hyundai seine Aufmerksamkeit seit Langem nicht nur darauf, wie wir uns in Zukunft fortbewegen wollen, sondern auch darauf, wie wir künftig leben wollen und sich nachhaltiges Design im Alltag etablieren lässt.

In der Automobilbranche wird Design oft reduziert auf schnittige Karossen oder großzügige Fahrzeuginnenräume, in denen Materialien und Funktionen in einem stilvollen, komfortablen Ganzen zusammenfließen. Für Hyundai ist das Design dagegen vor allem Ausdruck einer Lebensweise. Schließlich hat die Art und Weise, wie wir künftig leben werden, einen maßgeblichen Einfluss auf die Schritte, die wir als Gesellschaft für eine saubere Umwelt und nachhaltigere Wirtschaft unternehmen müssen.

Um zukunftsfähiges Design zu ermöglichen, hat Hyundai das Mode-Event Re:Style ins Leben gerufen. Sechs nachhaltige Designer unterstützen Hyundai, eine neue Perspektive einzunehmen und einen neuen Weg für den Umgang mit Rohstoffen der Automobilbranche zu erproben.

Portraitbild Oliver Gutt

Wenn wir etwas wegwerfen, machen wir uns
oft gar keine Gedanken darüber, wo ‚weg‘
eigentlich ist.

Anna Foster, E.L.V. Denim

IONiq ReStyle - Hyundai Designer am Zeichenbrett

Die Welt ist bereits voller Schätze, auf die wir
zurückgreifen können; wir müssen nur den Willen
haben, unsere Fantasie zu gebrauchen.

Rosh Mahtani, Alighieri Jewellery

Wie aus Weggeworfenem der große Wurf wird

Durch das Event entstand nun zum zweiten Mal eine Upcycling-Kollektion, in der die Designer Abfallstoffe in tragbare Unikate verwandelt haben. Aus Airbagstoff wurde etwa eine Weste im Workwear-Stil, aus einem Sicherheitsgurt ein mit Perlen besetztes Armband.

Einer der Designer der Re:Style 2020 ist Richard Quinn aus London. Er ist für seine floralen Prints bekannt und arbeitet in seinem Atelier im Süden der britischen Hauptstadt unermüdlich daran, Abfällen aus der Automobilindustrie neues Leben einzuhauchen. „Die Zusammenarbeit mit Hyundai an diesem besonderen Projekt war fantastisch. Ich hoffe, dass alle Designer gemeinsam ein Schlaglicht auf die Bedeutung von nachhaltigem Design für eine grünere Zukunft werfen können“, so Quinn. Der Designer hofft, dass er Menschen durch seine Mode zu einem nachhaltigen Lebensstil inspirieren und einen Wandel in Gang bringen kann. Er wünscht sich, dass mehr Menschen sich für den Aufbau einer nachhaltigeren Zukunft einsetzen. Für ihn beginne das mit einem bewussten Konsum materieller Güter, fasst Quinn seine Philosophie zusammen.

IONIQ ReStyle - Hyundai Designer mit Maßband

Wir brauchen unbedingt eine Zusammenarbeit
von Branchen außerhalb der Modewelt.

Dao-Yi Chow, Public School

IONIQ ReStyle - Hyundai Designer an der Nähmaschine
IONIQ ReStyle

Es waren so schöne Materialien, dass
ich regelrecht begeistert war, damit
arbeiten zu können.

Seung Gun Park, pushBUTTON

Schlaglicht auf eine grünere Zukunft

Auch die New Yorker Designerin Rosie Assoulin, die auf das Upcycling von Bodenbelägen spezialisiert ist, hat am Projekt mitgewirkt. „Kollaboration an sich ist eine nachhaltige Praxis, weil man sich zusammenschließt, um Ressourcen und Ideen zu teilen“, sagt Assoulin. Für die Re:Style 2020 hat sie eine Taschenkollektion aus entsorgten Bodenbelägen und Sitzgurten entworfen. Damit möchte sie den Konsumenten vor Augen führen, wie wertvoll gebrauchte Materialien sein können.

Die nachhaltigen Modeschöpfungen der Re:Style 2020 werden im Onlineshop der Kaufhauskette Selfridges verkauft. Die Erlöse gehen an das British Fashion Council.

Hand der Designerin

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