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GASTKOLUMNE

Warum Wasserstoffautos
sicher sind

Illustration: Paddy Mills

Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) für den Hyundai NEXO 120 kW (163 PS) 1-stufiges-Reduktionsgetriebe: innerorts: 0,77 kg H2/100 km; außerorts: 0,89 kg H2/100 km; kombiniert: 0,84 kg H2/100 km. CO2Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Effizienzklasse: A+. Die angegebenen Verbrauchs und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt und in NEFZ-Werte umgerechnet.

„Wasserstoffautos sind viel gefährlicher als Verbrenner!“ Das Gerücht, Fuel-Cell-Fahrzeuge seien gefährlich, hält sich hartnäckig. Viele denken dabei wohl an die klassische Knallgasprobe aus dem Chemieunterricht. Aber wie gefährlich ist Wasserstoff als Antriebskraftstoff wirklich?

Wenn Menschen an Wasserstoff denken, kommt ihnen oft ein beliebtes Experiment aus der Schule in den Sinn. Dabei gerät ein Gemisch von gasförmigem Wasserstoff und Sauerstoff in Kontakt mit Feuer – und dann knallt es. Ja, Wasserstoff ist in Verbindung mit Sauerstoff brennbar, und in einem bestimmten Verhältnis ist das Gemisch auch explosiv. Aber Wasserstoff ist auch extrem flüchtig, und – weil er so leicht ist – eher weniger gefährlich als zum Beispiel Benzin. Dient Wasserstoff einem sogenannten Fuel Cell Vehicle als Antriebskraftstoff, wird er nämlich in der Brennstoffzelle nicht etwa verbrannt, sondern reagiert lediglich chemisch mit den Sauerstoffmolekülen, die von der anderen Seite in die Zelle geleitet werden. Diese Reaktion ist es, die letztendlich die elektrische Energie freisetzt, die dann das Fahrzeug antreibt. Das Ganze findet zudem in einem geschlossenen System statt – das macht die Abläufe noch sicherer und eine Fremdeinwirkung praktisch unmöglich.

Wasserstoff als Antrieb ist sogar sicherer als Benzin

Das Gute am Wasserstoff ist: Sollte das Gas tatsächlich einmal aus dem System entweichen, ist es sehr flüchtig und immer bemüht, sich schnell mit anderen Elementen in der Luft zu verbinden. Kurz gesagt: Wasserstoff bleibt nicht lange Single. Er ist zudem leichter als Luft und entweicht deshalb immer nach oben. Sollte sich also im System ein Leck befinden, würde sich der Wasserstoff nicht am Boden sammeln, wie zum Vergleich LPG oder CNG. Diese sind schwerer als Luft, verflüchtigen sich nicht so schnell und bilden somit am Boden schneller ein entzündbares Gemisch. Im Fahrzeug sind zudem mehrere Sensoren verbaut, die ihre Umgebung auf Wasserstoff prüfen. Im Fall eines Lecks würde die Wasserstoffentnahme aus den Tanks unterbrochen werden. So ist die Brandgefahr gebannt.

Und was ist mit der Speicherung in den Tanks?

Der Wasserstoff muss, um eine gewisse Reichweite zu generieren, mit 700 Bar im Tank eingelagert werden – ein sehr hoher Druck. Zum Vergleich: In gewöhnlichen Autoreifen herrscht ein Druck von zwei bis drei Bar. Klingt furchteinflößend? Dazu gibt es keinen Anlass. Denn der Wasserstofftank besteht aus Materialien, die extrem druckresistent sind. Die Tanks des Hyundai NEXO zum Beispiel haben einen sogenannten Berstdruck von 1670 Bar – und damit einen extrem großen Sicherheitsspielraum.

Zusätzlich sorgen Sicherheitseinrichtungen wie Überdruckventile und Abblasleitungen bei einem Problem dafür, dass Fahrer und Passagiere nicht gefährdet sind. Und sollte es doch einmal zu einem Unfall mit einem Fuel Cell Vehicle kommen, gibt es noch einen weiteren Schutzmechanismus: Die Tanks liegen in einem stabilen Rahmengitter. Bei einem Aufprall kann sich nur der Rahmen verschieben, nicht die Tanks selbst.

Und wie weit komme ich mit einem Wasserstoffauto?

Im NEXO verbauen wir drei Tanks mit jeweils 52 Liter Fassungsvermögen. Dadurch, dass der Wasserstoff eben mit einem Druck von 700 Bar eingelagert wird, können diese Tanks insgesamt 6,33 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Das ermöglicht eine Reichweite von 756 Kilometern pro Tankfüllung.

Portraitbild Oliver Gutt

Oliver Gutt

Head of Product Strategy & Management bei Hyundai Motor Deutschland

Unser Besserwisser entlarvt Mythen des mobilen Alltags. Dieses Mal widmet sich Oliver Gutt der Sicherheit von Wasserstofffahrzeugen. Der studierte Betriebswirt ist selbst überzeugter Wasserstoffauto-Fahrer.

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Die angegebenen Werte wurden nach vorgeschriebenen Messverfahren (§ 2 Nrn. 5, 6, 6 a PKW-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung) ermittelt. CO2-Emissionen, die durch die Produktion und Bereitstellung des Kraftstoffes bzw. anderer Energieträger entstehen, werden bei der Ermittlung der CO2-Emissionen gemäß der Richtlinie 1999/94/EG nicht berücksichtigt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein dem Vergleich der verschiedenen Fahrzeugtypen. Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG: Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten, der gewählten Rad- und Reifengröße, der Masse des Fahrzeugs und anderen nicht technischen Faktoren beeinflusst. CO2 ist das für die Erderwärmung hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.

1 Die angegebenen Verbrauchs und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.