Das schöne an Technik: Sie funktioniert und man muss nicht mal wissen warum. Aber man kann natürlich. Ein Blick in unser Technik-Lexikon genügt.
Die europäischen Abgasnormen gelten einheitlich und haben nur einen Sinn – die Abgaswerte drastisch zu senken. In den 80er-Jahren wurde die Euro-1-Stufe eingeführt, mittlerweile ist die Automobilindustrie bei Neufahrzeugen bei Euro 4 und Euro 5. Gerade der Ausstoß von Stickoxiden, Kohlewasserstoff und Partikeln (bei Dieselfahrzeugen) ist um ein Vielfaches minimiert worden. Autos mit älteren Motoren werden steuerlich benachteiligt, mittlerweile sind sie im Zuge der Feinstaubverordnungen von der Einfahrt in manche Stadtgebiete ausgeschlossen.
Nur eine entsprechende Abgasnachbehandlung oder -reinigung sichert die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Hyundai setzt bei allen Benzinern serienmäßig Dreiwege-Katalysatoren ein, bei Direkteinspritzern käme noch ein Speicherkat hinzu. Bei den Dieseln kommen ein Oxidationskatalysator, eine Abgasrückführung sowie ein Partikelfilter zum Einsatz.
Neben den heutigen Hubkolbenmotoren sind andere Antriebsarten im Kommen – allen voran Autos mit Elektromotor, mit Brennstoffzellenantrieb oder mit einer Mischung aus konventionellem und E-Motor (Hybridantrieb).
Alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Bio-Ethanol, Wasserstoff oder Rapsöl, oder auch synthetisch erzeugte Treibstoffe, werden zunehmend zum Antrieb von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Konventionellen Kraftstoffen wird mittlerweile in der Raffinerie ein bestimmter Anteil an Biokraftstoff zugefügt. Sinn macht die Verwendung alternativer Kraftstoffe aber nur, wenn sie auf regenerativem Wege gewonnen werden.
Eine automatische Antiklopfregelung, wie sie heute in allen Pkw angeboten wird, ermöglicht ein hohes Verdichtungsverhältnis und bestmöglichen Wirkungsgrad. Wird Kraftstoff geringerer Qualität getankt, wird der Zündzeitpunkt automatisch angepasst, so dass es nicht zum sogenannten Klingeln (Selbstentzündung des Gemisches) kommt. Allerdings ist dies mit einer Rücknahme der Leistung verbunden.
Zuführung von vorverdichteter Frischluft in den Brennraum. Dank der größeren Luftmenge kann auch ein größerer Anteil an Kraftstoff eingespritzt werden – dies führt zu einer Leistungssteigerung. Häufig angewandte Aufladesysteme sind Turbolader und Kompressoren.
Zusätzliche Wellen im Motorgehäuse, die mit rotierenden Gegengewichten bestückt sind und entgegen der Kurbelwellen-Laufrichtung drehen. Sie verbessern den Massenausgleich und reduzieren die Vibrationsneigung des Triebwerks.
Automatisch schaltende, hydraulisch gesteuerte Getriebe, die vor allem in Mittel- und Oberklasseautos Anwendung finden. Am populärsten sind heute fünf- bis sechsstufige Ausführungen mit Wandlerkupplung, die sich auch manuell schalten lassen. Hyundai hat inzwischen eine eigene Sechsstufen-Automatik entwickelt, die in der Studie i-mode (2008) vorgestellt wurde.
Das Destillat aus Erdöl (Kohlenwasserstoffverbindung) ist die häufigste Kraftstoff-Form. Durch Additive wird die Klopffestigkeit – also die Vermeidung der Selbstentzündung des Kraftstoffs – verbessert. Maß der Klopffestigkeit ist die Oktanzahl (ROZ).
Eine Brennstoffzelle nutzt die Kräfte, welche aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in Form von Strom frei werden. Dieser Strom treibt über einen Elektromotor das Fahrzeug an, als Abgas entlässt sauberer Wasserdampf die Brennstoffzelle. Als Kraftstoff wird entweder Wasserstoff genutzt oder aber Benzin über einen Bord-eigenen Reformer in Wasserstoff umgewandelt. Derzeit sind die Serienchancen von Brennstoffzellen-Fahrzeugen noch ungewiss. Hyundai unterhält entsprechende Erprobungsfahrzeuge (Tucson FCEV).
Direkteinspritz-Diesel brauchen eine Speicheranlage, die einen hohen Druck vorhalten kann Hochdruckeinspritzung. Anfang verwendete man dafür Verteilereinspritzpumpen, dann parallel Pumpe-Düse-Systeme und die mittlerweile generell verwendeten Common-Rail-Anlagen. Hier wird der Systemdruck in einer Speicherleiste (Rail) aufgebaut und an die Einspritzdüsen (Magnetventil- oder noch modernere Piezo-Injektoren wie im iX 55) weitergegeben. Hyundai verwendete von Anfang an Common-Rail-Dieselmotoren. Die eigenentwickelte Einspritzung agiert mit Einspritzdrücken zwischen 1500 und 2000 bar.
Aus dem Kraftstoffverbrauch lässt sich rechnerisch der entsprechende CO2-Ausstoß ermitteln. Angestrebt werden mittlerweile zwischen 10 und 130 Gramm pro Kilometer, was einem Verbrauch von etwas über 5 Liter/100 km entspricht. Der Hyundai i10 blue auf Basis des 1.1 CRDi gibt lediglich 95 g/km an die Umwelt ab; beim i30 blue mit 1.6 CRDi beläuft sich dieser Wert auf 106 g/km. Noch besser schneiden Fahrzeuge mit Erdgasantrieb wie der i10 blue CNG ab, der nur 65 g/km ausstößt.
Ein im Gegensatz zum Benzinmotor hoch verdichteter Dieselmotor saugt Luft in die Zylinder, was mit einem starken Temperaturanstieg verbunden ist. Dadurch entzündet sich der nun eingespritzte Kraftstoff von selbst. Die früheren indirekten Verfahren mit Vor- oder Wirbelkammer sind inzwischen von der Direkteinspritzung ersetzt worden. Hyundai hat inzwischen eigene Common-Rail-Diesel entwickelt, die peu à peu in Serie gehen. Seit 2009 kommt ein neuer 2,2-Liter-Turbodiesel mit 215 PS zum Einsatz (vorgestellt in der Fahrzeugstudie i-mode), 2011 soll sogar eine Version mit Doppelaufladung ausgeliefert werden.
Eine Differenzialsperre in der Antriebsachse baut bei Bedarf ein Sperrmoment auf – etwa wenn eines der beiden Antriebsräder durchzudrehen droht. Zum Einsatz kommt sie bei Sportwagen und in Geländewagen.
Die direkte Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum und nicht in ein vorgeschaltetes Saugrohr oder eine Vorkammer verbessert Leistung und Drehmomentverlauf. Bei Dieselmotoren ist dieses Prinzip inzwischen allgemein üblich, bei Benzinmotoren beginnt es allmählich, sich durchzusetzen.
Kleinermachen von Motoren im Interesse niedrigeren Verbrauchs. Um die bisherige Leistung halten zu können, wird gern zur Aufladung mittels Turbolader oder Kompressor gegriffen. Zunehmend in Mode kommen dabei doppelt aufgeladene Systeme.
Die Drosselklappe regelt die Luftzufuhr für den Benzinmotor, bei Sport-Triebwerken verfügt sogar jeder Zylinder über eine Einzelklappe. Dieselmotoren benötigen wegen ihrer speziellen Technologie keine Drosselklappe.
Aufbauend auf konventionelle Benziner-Antriebe lässt sich der kostensparende Gasantrieb nachrüsten; manche Hersteller bieten auch den Gasantrieb ab Werk. Dabei geht es um den Einsatz von Naturgas (komprimiertes Erdgas CNG, Flüssiggas). Allerdings ist damit systembedingt eine gewisse Leistungseinbuße verbunden, zudem beansprucht der Tank einen Teil des Kofferraums, sofern er nicht an anderer Stelle installiert werden kann.
Dem Motor nachgeschaltete Box, die über ein Zahnräderwerk die Kraft zu den Rädern weiterleitet. Am häufigsten sind Handschaltgetriebe mit vier, fünf oder sechs Gängen. In manchen Fahrzeugen werden diese Getriebe in automatisierter Form ohne Kupplungspedal und Schalthebel angeboten. Zunehmend gefragt sind Automatikgetriebe, bei denen es sich entweder um Ausführungen mit Wandlerkupplung, stufenlose Automaten (CVT) oder Doppelkupplungsgetriebe handelt.
Moderne Einspritzsysteme für Direkteinspritzer – egal ob Benziner oder Diesel – benötigen einen hohen Einspritzdruck. Er sichert die optimale Kraftstoff-Zumessung, eine bestmögliche Gemisch-Verbrennung und einen minimalen Geräuschpegel. Hochdrucksysteme erleichtern zudem die Arbeit der Abgasnachbehandlungssysteme.
Hybridfahrzeuge kombinieren einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor. Beim Bremsen oder Segeln – also dem Fahren ohne Gaszugeben – wird die Batterie geladen. Bei sogenannten Vollhybriden ist die kurzzeitige, rein elektrische Fahrt möglich. Zunehmend kommen Mildhybrid-Versionen in die Serienanwendung, bei denen der Elektromotor lediglich zusätzliche Kraftspritzen (Boosten) zur Verfügung stellt. Bei Fahrzeugen mit Start-Stop-Systemen wird inzwischen von Micro-Hybriden gesprochen.
Mechanischer Verdichter in Form eines Gebläses, der für die Aufladung des Motors sorgt. Im Gegensatz zum Turbolader direkt von der Kurbelwelle angetrieben – Vorteil: kein Turboloch, Nachteil: erhöhter Verbrauch durch den permanenten Antrieb des Kompressors.
Weitere Energieträger neben den üblichen Öl-Abprodukten, beispielsweise Wasserstoff, Gas, aber auch synthetisch hergestellte Kraftstoffe.
Kraftstoffmenge, die ein Auto für eine bestimmte Wegstrecke benötigt. Wird in Liter pro 100 Kilometer angebeben, im US-Raum beträgt die Mengeneinheit Meilen pro Gallone. Der Kraftstoffverbrauch wird im Rahmen eines EU-Zyklusverfahrens ermittelt.
Spezieller Wärmetauscher zwischen Verdichterausgang (Turbolader, Kompressor) und Ansaugseite des Motors zur Senkung des unerwünschten Temperaturanstiegs der Ansaugluft. Er kühlt die bei maximaler Aufladung auf rund 140 Grad erhitzte Luft auf etwa 60 Grad zurück. Dadurch lässt sich dem Motor mehr Luftvolumen zuführen.
Mehrfach gelagerte Welle eines Viertaktmotors zur Öffnung bzw. Schließung der Ein- und Auslassventile. Der Antrieb erfolgt von der Kurbelwelle her über Kettenräder und Rollenkette, Zahnräder und Zahnkette oder durch Zahnriemenräder und Zahnriemen.
Während seit langem eine Warnlampe über eine kritische Situation beim Öldruck informiert, musste der Ölstand traditionell über einen Messstab kontrolliert werden. Mittlerweile gehen die Hersteller vermehrt dazu über, auch die Ölstandskontrolle auf elektronischem Wege vorzunehmen und zu signalisieren.
Memory-Funktion zur Speicherung von Daten der elektronischen Systeme. Dadurch können aufgetretene Störungen von der Werkstatt schnell und gezielt abgerufen werden. Die Onboard-Diagnose (OBD) ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Nachgeschaltetes Abgasreinigungssystem für Diesel-Fahrzeuge, das Rußpartikel eliminiert, indem die aufgefangenen Teilchen in bestimmten Regenerierungsphasen weggebrannt werden. Serie bei allen modernen Dieseln, beispielsweise im Hyundai Santa Fe und im i30.
Optische Aufforderung zum Hoch- oder Runterschalten im Display als Mittel zur Verbrauchsreduzierung, Bestandteil des i-Blue-Pakets von Hyundai.
Weil die Luftschwingungen im Ansaugrohr darüber entscheiden, wie gut die Zylinder gefüllt werden und wie gut sich damit der Drehmoment gestaltet, sind variable Saugrohre eine probate Lösung für die Verbesserung der Motor-Zugkraft. Einige, vor allem sportliche Fahrzeuge haben darum zusätzliche, mit Drehschiebern abgesperrte Saugrohre, die elektronisch in Abhängigkeit von der Drehzahl zu- oder abgeschaltet werden.
Automatisches Abschalten des Motors bei längerem Stand als Mittel zur Verbrauchsreduzierung, selbsttätiger Neustart bei Berührung des Gaspedals. Bestandteil des i-Blue-Pakets von Hyundai.
Turbolader dienen, genau wie Kompressoren, der Aufladung eines Motors mit zusätzlicher Luft. Dabei treibt der Abgasstrom eine oder mehrere Turbinen an, welche heutzutage im Diesel-Bereich meist mit beweglichen Luftschaufeln versehen sind. Diese sorgen für den jeweils optimalen Einlassquerschnitt. Die Geschwindigkeit des Turbinenrads wird als Ladedruck bezeichnet. Dank der unter hohem Druck in den Motor gepressten Luft verbessern sich Zylinderfüllung und Verbrennung. Ergebnis sind Mehrleistungen bis 50 Prozent. Meist ist der Turbolader mit einem Ladeluftkühler gekoppelt. Turbolader werden im Zuge der Bemühungen um Downsizing mittlerweile zunehmend auch bei Benzinmotoren eingesetzt.
Steuerung zum Öffnen und Schließen der im Kopf hängenden Ein- und Auslassventile. Den Antrieb besorgt eine heutzutage in der Regel oben liegende Nockenwelle. Verbessert werden Füllung und damit Verbrennung im Motor durch eine variable Ventilsteuerung über eine verdrehbare Nockenwelle, wie sie beispielsweise der Hyundai Grandeur aufweist.
Nach dem erfolgreichen Einsatz im Rennsport gelangte die Vierventiltechnik auch in Serien-Pkw-Motoren. Dank der höheren Zahl an Ventilen ist ein besserer Füllungsgrad im Zylinder möglich, der Gasaustausch vollzieht sich schneller und effektiver.
Antriebssystem, bei dem sich die auf die Straße übertragende Kraft auf alle vier Räder verteilt. Im einfachsten Falle werden per Hand zuschaltbare Allradantriebe eingesetzt. Modernere Fahrzeuge verfügen über einen automatisch zuschaltbaren Allradantrieb, bei dem die Kraft bei entsprechender Traktionssituation variabel auf eine oder zwei Achsen übertragen wird. Beim Hyundai Santa Fe und beim Tucson geschieht dies über eine elektromagnetisch betätigte Mehrscheibenkupplung. Nachteilig ist das Systemgewicht von rund 100 Kilogramm. Hyundai bietet darum diese Fahrzeuge alternativ mit konventionellem Vorderradantrieb an.
Die Berganfahrhilfe bzw. der Berganfahrassistent (Hill Holder) unterstützt automatisch beim Anfahren an Steigungen, indem ein Zurückrollen verhindert wird. Wenn der Fahrer diese Komfortfunktion aktiviert hat, wird beim Anfahren zunächst selbsttätig die Bremse betätigt und erst dann wieder gelöst, wenn der Motor genug Drehmoment zur Verfügung stellt. Das Anfahren an Steigungen wird damit gerade für Autos mit Schaltgetriebe deutlich erleichtert.
Die Bergabfahrhilfe (Hill Descent Control) bremst das Auto an steilen Bergab-Passagen selbsttätig auf Schrittgeschwindigkeit ab – ein vor allem in SUV-Fahrzeugen wichtiges System.
Scheibenrad aus einer Leichtmetall-Legierung. Vorteilhaft sind das geringe Gewicht und die daraus resultierenden kleineren ungefederten Massen sowie die attraktivere Optik.
Entscheidende sicherheitstechnische Baugruppe, die unter allen Umständen gewünschte Richtungsänderungen umsetzen muss. Früher setzte man vor allem auf die Kugelumlauflenkung, inzwischen hat sich die - Zahnstangen-Lenkung fast flächendeckend durchgesetzt. Mittlerweile kommen zunehmend elektrische Lenksysteme zum Einsatz, die elektronische Eingriffe erlauben.
Luftfederung ist ein typisches Feature von Oberklasseautos oder SUVs. Es geht hier vor allem um eine Niveauregulierung, die bei manchen Autos mehrstufig justierbar ist. Dabei werden die voluminösen Luftfederbeine elektronisch angesteuert.
Felge mit verringerter Breite und Reifen mit schmaler Lauffläche, wiegt 40 Prozent weniger als ein vollwertiges Ersatzrad und taugt für die Fahrt bis zur nächsten Werkstatt. Das Notrad ist allerdings in der Geschwindigkeit auf 80 km/h limitiert und kooperiert nicht mit dem ABS-System. Eine Sonderform ist das Faltrad, das im Pannenfall mit einem mitgelieferten Kompressor aufgepumpt werden muss. Immer mehr in Mode kommen platz- und gewichtssparende Tirefit-Sets, bei denen ein beschädigter Reifen mit einem Füllmittel vorübergehend repariert wird.
Je nach Art der Achskonstruktion gibt es Starrachs- oder die heute viel häufigeren Einzelradaufhängungen. Dabei kommen Längslenker, Schräglenker und Querlenker zum Einsatz. Die Feder-Dämpfer-Kombination ist die wichtigste Größe für das Federungsverhalten eines Fahrzeugs.
Auf die Räder eines Autos aufgezogener, mit Luft gefüllter Laufkörper. Er stellt die Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn her. Auf einigen Märkten kommen heute verstärkt Reifen mit Notlaufeigenschaften (Run-flats) zum Einsatz, die wegen ihrer versteiften Seitenwände im Falle einer Panne noch eine Zeitlang weitergefahren werden können.
Kombination aus Stoßdämpfern und Federn, die straffer als bei konventionellen Fahrwerken ausgelegt ist. Damit einher geht meist eine Tieferlegung des Karosserieaufbaus. Durch den verringerten Fahrzeugschwerpunkt ist ein sportlicheres Fahrverhalten gerade in Kurven gegeben. Die damit einhergehende Komforteinbuße kann nicht überraschen.
Ritzel und Zahnstange bilden die durch ihre Präzision beeindruckende Zahnstangen-Lenkung. Die Bewegung der Zahnstange wird über Gelenke auf die Spurstangen übertragen, damit lenken die Räder ein. Als Lenkübersetzung wird das Verhältnis von Ritzeldrehung und Zahnstangenhub definiert.
Becherhalter kommen aus den USA, wo stets Trinkgefäße im Auto mitgeführt werden. In Deutschland wehrten sich die Autohersteller noch Mitte der 90er-Jahre gegen diese Nutzerwünsche; mittlerweile sind Cupholder in nahezu allen Fahrzeugen eingebaut. Teilweise handelt es sich dabei um komplizierte Bauteile, die sich mit unglaublichen Verrenkungen zum Cupholder entfalten – sie dürften wohl nur eine begrenzte Lebensdauer haben.
Die Fahrzeug-Innenbeleuchtung spielt eine zunehmende Rolle für die Nutzwertigkeit und den Wohlfühlfaktor eines Autos. Teilweise sind mehrere Leuchten im Einsatz, für die unterschiedliche Farben verwendet werden.
Früher auch als Armaturenbrett bezeichnet. Tafel aus gepresstem Blech, Kunststoff oder Holz, die alle wichtigen Instrumente, Schalter und Kontrolllampen aufnimmt. Gleichzeitig dient der Instrumententräger zur Versteifung des Innenraums.
Platz meist hinten im Pkw, der für die Ladung vorgesehen ist. Das Ladevolumen wird in Liter angegeben, ermittelt wird es nach einem Normverfahren des VDA (Verbands Deutscher Automobilhersteller). Bei vielen Automodellen kann der Kofferraum durch Umklappen der Rückbank um ein Vielfaches erweitert werden.
Teil des Instrumententrägers in Kniehöhe zwischen den beiden vorderen Fußräumen. Die Mittelkonsole wird meist für Komfort-, Bedien- und Anzeigeinstrumente bis hin zum fest eingebauten Bildschirm genutzt. Auch Cupholder, Radio und Navigationssystem können in der Mittelkonsole integriert sein. Außerdem enthält die Mittelkonsole oft auch den Schalt- und Handbremshebel. Heute wird sie zunehmend von voll vernetzten Infotainment-Systemen belegt.
Tasten und Wippschalter im Lenkrad bieten die Möglichkeit, verschiedenste Funktionen abzurufen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. So lassen sich beispielsweise Bordcomputer, Radio, Tempomat oder Navigation bedienen.
Moderne Pkw-Sitze sind längst nicht mehr nur simple Sitzgelegenheit, sondern in puncto Sicherheit und Komfort optimiert. Sitze lassen sich in Höhe und Neigung einstellen (Sitzeinstellung), teilweise lässt sich auch die Sitzbreite über veränderbare Sitzwangen justieren. Optional angeboten werden Heizung und Belüftung, in manchen Oberklassefahrzeugen gibt es auch eine Massagefunktion.
Zunehmend gefragt ist die elektrische Sitzverstellung. Im Spitzenmodell Grandeur hat sie den Charme, dass bestimmte Favoriten-Einstellungen über die Memoryfunktion gespeichert werden können.
Sitzkonfiguration, die einen besseren Zustieg in den Fond erlaubt. Durch Betätigen eines Hebels am Seitenteil des Sitzes klappt zunächst die vordere Rückenlehne nach vorn, anschließend kann der ganze Sitz nach vorn geschoben werden. Dadurch steht mehr Platz zum Ein- oder Aussteigen nach hinten zur Verfügung.
Lehre von der Formgebung der Karosserie und ihrer Unterbodengestaltung, die einen möglichst wirbellosen Fluss des Fahrtwinds ermöglicht. Die glattflächige Gestaltung ist eine der wichtigsten Kenngrößen bei der Entwicklung des Autos – es geht um die Reduzierung des Luftwiderstands und damit des Kraftstoffverbrauchs. Im Motorsport hat die Aerodynamik wettbewerbsentscheidende Bedeutung, alle wichtigen Rennställe nutzen teilweise eigene Windkanäle, in denen eine unglaubliche Detailarbeit geleistet wird.
Vorrichtung zur Verbindung des Anhängers mit dem Zugfahrzeug. Für moderne Fahrzeuge werden abklappbare oder abnehmbare Anhängerkupplungen angeboten.
Links und rechts vom Fahrzeug fest installierte, von innen einstellbare und meist auch beheizte Rückspiegel. Bei asphärischer Gestaltung wird der Tote Winkel reduziert.
Gestaltung, Entwurf, Styling – damit wird die Formgestaltung von Automobilen umschrieben. Design muss sich am Menschen und seinen Bedürfnissen, aber auch an technischen Gegebenheiten orientieren. Reine Mode kann Design heute nicht mehr sein, auch wenn die Form eines Autos kaufentscheidend ist – nicht umsonst heißt einer der wichtigsten Lehrsätze: Form follows function, die Form folgt der Funktion.
Während früher die Seitenfenster via Kurbel geöffnet bzw. geschlossen wurden, sind heute überwiegend elektrische Fensterheber im Einsatz. Sie sorgen für einen schnellen Durchzug, wenn ein Auto entlüftet werden soll, und erleichtern das Leben, wenn etwa ein Ticket an einer Parkschranke zu ziehen ist. Ein Einklemmschutz stellt sicher, dass die Fenster beim Auftreffen auf ein Hindernis – etwa eine Kinderhand – sofort stoppen und zurück fahren müssen.
Frei im Raum geformte Reflektorfläche mit elektronisch formbarem Lichtkegel. Die übliche Streuscheibe wird durch Klarglas ersetzt.
Maßnahmenpaket von Hyundai zur Verbesserung der Effizienz und der Umweltverträglichkeit. Dazu gehören Modifikationen der Aerodynamik wie ein geglätteter Unterboden, optimierte Lufteinlässe, neue Radhausverkleidungen, Heckspoiler, tiefer gelegte Karosserie sowie Spritsparreifen und Verbesserungen beim Antrieb und eine Start-/Stopp-Automatik. Als erstes beim i10 und i30 für die Serienanwendung vorgesehen.
Aufbau eines Autos, der bei einer selbsttragenden Karosserie die versteifende Bodengruppe beinhaltet.
Nicht mehr mit gerippten, sondern mit völlig klaren Streuscheiben aus kratzfestem Kunststoff versehene Scheinwerfer.
Leichtes, einfach zu verarbeitendes Material, das wegen seiner gewichtsreduzierenden Eigenschaften zunehmend im Karosseriebau eingesetzt wird. Bei High-Tech-Ausprägungen wie bei Karbon ist sogar eine bessere Steifigkeit als bei Stahl oder Aluminium gegeben. Hyundai arbeitet mit Hochdruck am Kunststoff-Einsatz und zeigte die Studien QuarmaQ (2007) und i-mode (2008).
Wegen der Bemühungen um einen möglichst geringen Kraftstoffverbrauch spielt der Leichtbau eine immer wichtigere Rolle. Hier geht es nicht allein um den Einsatz teurer, exotischer Materialien wie Karbon, sondern um den intelligenten Mix konventioneller Werkstoffe. Als besonders probates Mittel haben sich Tailored Blanks erwiesen, Bleche unterschiedlicher Dicke, die je nach Anforderung an der richtigen Stelle eingebaut werden. Leichtbau reicht bis zum Fahrwerk, das zunehmend aus Aluminium-Teilen gebildet wird.
Der Luftwiderstand ist eine der wichtigsten Größen, die vom Fahrzeug überwunden werden müssen, um in Fahrt zu kommen. Der weitaus größte Teil der Motorleistung muss bei höherer Geschwindigkeit dafür aufgewendet werden. Je windschlüpfiger ein Fahrzeug, desto schneller und sparsamer ist es. Die Windschlüpfigkeit wird als cW-Wert bezeichnet, sie liegt heute bei aerodynamisch optimierten Fahrzeugen zwischen 0,26 und 0,30.
Ohne Scheinwerfer bekommt kein Fahrzeug die Zulassungsfreigabe. Heute gibt es Halogen-, Xenon- und die erst am Anfang befindliche LED-Lichttechnik für die in Serie eingesetzten Scheinwerfersysteme. Bei den blau strahlenden Xenon-Lichtern ist eine automatische Reinigungsanlage gesetzlich vorgeschrieben. Klarglas-Scheinwerfer, Freiflächen-Scheinwerfer.
Behälter zur Aufnahme des Kraftstoffs aus verzinktem Stahlblech, Aluminium oder Kunststoff mit einer Einfüll- und Belüftungsöffnung. Die Entriegelung erfolgt von Hand oder über eine Fernbedienung im Cockpitbereich.
Mehrteiliges Glas mit eingelegter, durchsichtiger Folie, das auch bei Steinschlag nur partiell beschädigt werden kann und nicht zersplittert. Verbundglas-Scheiben werden als Frontscheiben eingesetzt, mittlerweile kommen sie zunehmend auch als Seitenscheiben zum Einsatz.
Speichereinheit für elektrische Energie, früher meist als schwerer Blei-Akku, wo im Zusammenspiel mit Schwefelsäure Strom bereit gestellt wurde. Heute als höher belastbare Nickel-Metallhydrid- oder hochmoderne Lithium-Ionen-Speicher, die mehr Energie in kürzerer Zeit speichern und wieder abgegeben können. Mit dem Debüt von Hybridfahrzeugen und der Renaissance von Elektroautos sind Batterien zu einem der wichtigsten Themen im Auto geworden.
Der heute meist farbige Bildschirm (Display) hilft bei der Bedienung von Audio-, Navigations- und Klimasystemen. Die Regelung erfolgt entweder über Tasten, Sprachsteuerung oder das direkte Berühren der entsprechenden Symbole auf dem Bildschirm (Touch Screen). Der Bildschirm sollte nicht tief unten in der Mittelkonsole sitzen, sondern möglichst weit oben im Blickfeld des Fahrers. Darum rüsten manche Hersteller ihre Autos mit herausfahrbaren Displays aus. Eine große Zukunft dürften Split-Screens haben, die je nach Blickwinkel unterschiedliche Inhalte zeigen – etwa eine Kartendarstellung für den Fahrer und einen Spielfilm für den Beifahrer.
Kabellose Verbindung von Kommunikationssystemen – beispielsweise für Mobiltelefone, Freisprecheinrichtungen, Notebooks und weitere Infotainment-Features wie das Unterhaltungsprogramm für den Fond (Rearseat-Entertainment).
Elektronisches Kontrollgerät mit Display, das Informationen über die Betriebszustände der Aggregate sowie wichtige Fahr- und Verbrauchswerte liefert. Angezeigt werden auch Temperatur, Verbrauch oder Fehlermeldungen.
Autos müssen so konstruiert sein, dass sie gegen unbefugtes Benutzen gesichert sind. Dazu gehört eine elektronisch geregelte Wegfahrsperre, die Teile der Fahrzeugelektronik lahm legt. Besitzer älterer Autos rüsten elektrisch-elektronische Wegfahrsperren nach oder sichern das Lenkrad bzw. blockieren den Schalthebel.
Sensoren im hinteren oder vorderen Stoßfänger senden Ultraschallsignale, die von anderen Fahrzeugen, Menschen oder Gegenständen reflektiert werden – daraus errechnet sich der Abstand zum Hindernis. Angezeigt wird dies im Display, gleichzeitig ertönen akustische Signale. Sehr hilfreich gerade bei unübersichtlichen, großen Fahrzeugen.
Seit 2001 verlangt der Gesetzgeber eine Freisprecheinrichtung für Telefonate, die vom Fahrer während der Fahrt geführt werden. Es gibt portable Einrichtungen, die beim Kauf eines Mobiltelefons miterworben werden, sowie Festeinbauten ab Werk, die mittels Mikrofon und Lautsprecher für eine bestmögliche Gesprächswiedergabe sorgen.
Kombination aus Informations- (beispielsweise Navigationssystem) und Unterhaltungsinhalten (zum Beispiel Radio, TV, DVD-Abspieler usw.). Diese Inhalte werden über ein Multi-Media-Interface (MMI) miteinander verknüpft. Ein MMI-System kann neben dem Radioprogramm komplexe Aufgaben lösen und darstellen – also die Kartendarstellung einer Verkehrssituation, dazu Informationen von Verkehrsstaus und der Hinweis auf eingegangene E-Mails bei der Inanspruchnahme von Internet-basierten Diensten. Moderne Autos verfügen über eine Vielzahl von Features aus der Unterhaltungselektronik, wobei die Aufgabe der Entwickler darin besteht, aus Sicherheitsgründen die Datenflut in Grenzen zu halten.
Anlage zur Kühlung oder Heizung des Innenraums durch den Einsatz eines wechselweise flüssigen oder gasförmigen Kältemittels, gekoppelt mit einem mehrstufigen Gebläse und verschieden positionierten Ausströmern. Neben der einfachen, manuellen Klimaanlage werden Anlagen mit automatischer Regelung und aufwendige Komfortsysteme mit einer weitergehenden Steuerung nach Luftfeuchtigkeitsstand und Sonneeinstrahlung angeboten.
Fest oder mobil mit dem Auto verbundenes Zielführungssystem, das über den ständigen Abgleich von aktueller Position, Straßenkarten-CD bzw. -DVD und Satelliten Ortung über GPS (Global Positioning System) erstaunlich präzise Richtungshinweise gibt.
Den einstigen Autoradios mit kombinierten Kassetten- oder CD-Laufwerken folgten hoch komplexe Multimediasysteme. Sie lassen sich mit der GPS-Navigation, MP3-Playern, Telefon und gegebenenfalls auch Internet-Funktionen vernetzen. Im Kommen ist das Digital Audio Broadcasting (DAB), Digitalrundfunk mit einem besseren Übertragungsverfahren und zusätzlichen Servicefunktionen.
Ein erkennbarer Trend ist die Steuerung wichtiger Funktionen von Autotelefon sowie von Audio- und Navigationssystem durch gesprochene Befehle und Anweisungen. Moderne Systeme begeben sich dabei in einen Dialog mit dem Fahrer, um ihm die Eingaben zu erleichtern.
Zusatzheizungen sind segensreiche Einrichtungen zur Winterszeit. Sie können problemlos nachgerüstet werden. Das Heizgerät wird dabei im Motorraum installiert; es verfügt über eine Zeitschaltuhr oder lässt sich per Fernbedienung aktivieren. Dadurch stehen beim Einsteigen freie Scheiben und wohlige Wärme bereit – ein Sicherheitsaspekt, der nicht zu vernachlässigen ist.
Heute kann aus jedem Pkw heraus telefoniert werden – entweder mit einem fest eingebauten Telefon oder dem Mobiltelefon (wobei hier eine Übertragung via Bluetooth erfolgen sollte). Manche Autos verfügen über Favoritentasten, unter denen die gängigsten Nummern abgespeichert werden können. Auf jeden Fall muss eine Freisprecheinrichtung in Anspruch genommen werden.
Austausch von Daten zwischen Autos, aber auch zwischen Autos und Sensoren am Fahrbahnrand. Damit kann vor Staus und drohenden Unfällen gewarnt werden. Zur Telematik zählt auch das automatische Absetzen eines Notrufs nach einem Unfall.
Geschwindigkeitsregler, der eine vom Fahrer vorgegebene Geschwindigkeit stur einhält und dafür selbsttätig bremst oder beschleunigt. Wird inzwischen oft mit dem Abstandsradar gekoppelt.
Elektronische Wegfahrsperren sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie setzen nach Abstellen des Motors bzw. Verschließen der Tür über das Motorsteuergerät Anlasser und/oder Kraftstoff- und Zündanlage außer Kraft. Ohne den korrekten Zugangscode, den der Transponder im Autoschlüssel übermittelt, können diese Systeme nicht deaktiviert werden – der Motor des Autos springt also nicht an.
Elektrische Anlage, die ein gleichzeitiges Schließen oder Öffnen aller Fahrzeugtüren und -klappen ermöglicht. Die Steuerung der elektromotorischen Verriegelung erfolgt über Relais. Auslösung heute überwiegend über die Funk-Fernbedienung.
Mit dem Tempomat gekoppeltes System, das automatisch Abstand zu vorausfahrenden Autos hält. Es passt die Geschwindigkeit an und bremst im Notfall ab. Das Erkennen einer solchen Situation bedarf einer komplizierten Sensorik, die Fehler weitgehend ausschließen muss.
Urvater aller elektronischen Fahrerassistenzsysteme. ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen durch genau abgestimmte, kurze Bremsimpulse („Stotterbremse“). Serienmäßig in allen Hyundai-Automobilen. Den Bremsweg verkürzt ABS allerdings nicht.
Luftsack zum Schutz der Insassen bei Frontal- oder Seitenaufprall, ausgelöst über eine spezielle Sensorik. Heute üblich sind Mehrkammer-Airbags, die sich je nach Schwere des zu erwartenden Unfalls füllen. Beifahrer-Airbags sind in der Regel per Schlüsseldreh deaktivierbar, sofern Kindersitze eingebaut werden. Hyundai bietet serienmäßig zwei Front-Airbags, in vielen Modellen werden Seiten- und Vorhangairbags angeboten. Nicht nur in den Mittel- und Oberklassetypen Sonata und Grandeur, sondern auch im kompakten i30 gehören Front-, Seiten- und Dachairbags zum Lieferumfang.
Mit dem ESP gekoppelte Sensorik und Aktuatorik, die beim Schlingern des Anhängers die jeweils relevanten Räder des Zugfahrzeugs abbremst, um die Fahrt zu stabilisieren.
Vermeidet Schlupf, der beim starken Beschleunigen zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Die entsprechenden Signale liefert der Drehzahlgeber des ABS-Systems. Entweder wird nun die Drosselklappe geschlossen (Benziner) oder die Kraftstoffpumpe stillgelegt (Diesel), weiterhin können die Zündung beeinflusst oder Komponenten des ABS aktiviert werden.
Mittlerweile setzen fast alle Autohersteller Scheibenbremsen zum sicheren Verzögern des Fahrzeugs ein. Am häufigsten werden Faustsattelbremsen verwendet, bei denen ein Zylindergehäuse einschließlich Bremskolben beide Bremsbeläge wie eine Faust umgreift. Bisher nur in wenigen Autos zum Einsatz gekommen sind aufwendige, elektrohydraulische Systeme – die aber mit dem Aufkommen der Hybridtechnik zunehmend in Serie gehen werden.
Nachlassen oder völliges Versagen der Bremswirkung trotz verstärktem Pedaldrucks. Ursachen sind zu hoher Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit oder die Abnutzung der Bremsbeläge.
Bei den heute üblichen Zweikreisbremsen ist jedem Bremskreis eine Verteilereinrichtung vorn bzw. hinten zugeordnet. Üblicherweise werden die hinteren Bremsen mit einem reduzierten Bremsdruck beaufschlagt, um ein Blockieren der Räder zu verhindern. Bei der elektronischen Bremskraftverteilung (EBV) wird der Bremsdruck variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt – dies stabilisiert das Fahrzeug, wenn beispielsweise in einer Kurve gebremst wird.
Bauteil zur Erhöhung der Bremskraft in Form von Unterdruck- oder hydraulischen Bremskraftverstärkern.
Unfälle könnten vermieden oder in ihrer Schwere reduziert werden, wenn die Fahrer rechtzeitig mit dem Bremsvorgang beginnen würden. Neuartige Bremsassistenten unterstützen bei Notbremsungen, indem sie bei zögerlichen Bremsversuchen den vollen Bremsdruck aufbauen – dargestellt unter anderem im Hyundai i30. Selbsttätig darf allerdings aus Produkthaftungsgründen noch nicht abgebremst werden, an diesem hochsensiblen Thema arbeiten derzeit alle Automobilhersteller.
Zurückgelegter Weg zwischen dem Antippen der Bremse und dem Stillstand. Die Strecke vom Bremsbeginn bei 100 km/h bis zum Stand sollte bei modernen Autos nicht mehr als 40 Meter betragen.
Die sogenannte „Schleuderbremse“ reduziert die Motorleistung und bremst einzelne Räder ab, wenn das Auto zu schnell in eine Kurve geht oder einem Hindernis ausweichen muss. Die lebensrettende Fahrstabilitätsunterstützung gehört in nahezu allen Hyundai-Pkw bis hin zum H1 in Deutschland zur Serienausstattung. ESP nutzt eine hochkomplexe elektronische Sensorik, die auch die Warnsignale für den Überschlagschutz (Roll Stability Control) liefert. Gekoppelt mit ESP ist außerdem die Anhängerstabilisierung, die bei schlingernder Fuhre das Zugfahrzeug so abbremst, dass der Anhänger wieder spurtreu läuft.
Zur einheitlichen Bewertung automobiler Sicherheitsaspekte werden seit 1997 die Regeln des European New Car Assessment Programs (Euro-NCAP) herangezogen. Der genormte Sicherheitstest, bei dem es unter anderem um das Verhalten beim Frontal- (seitlich versetzter Aufprall mit 64 km/h), Seiten- (48 km/h) und Pfahlcrash (30 km/h) geht, wird mit bis zu fünf Sternen bewertet.
Sensorik, die bei Nachtfahrt ein entgegenkommendes Fahrzeug identifiziert und das Fernlicht auf Abblendlicht umschaltet.
Intelligentes System, das die Rückhalte-Kraft des Sicherheitsgurts optimiert. Wenn die Insassen in den Airbag eintauchen, muss die Kraft reduziert werden, um die Belastungen auf Brust und Kopf gering zu halten.
Gurtstraffer sorgen bei einem Unfall für den strammen Sitz des Sicherheitsgurtes. Sensoren, die starke Verzögerungen registrieren und nebenbei auch den Airbag zünden, aktivieren den Gasgenerator. Dadurch werden blitzschnell die Gurte aufgewickelt. Im Zusammenspiel mit dem Gurtkraftbegrenzer entwickelt der Gurt so sein volles Schutzpotenzial.
Der Gesetzgeber schreibt bei Neuwagen nach drei, bei Gebrauchten alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung vor. Vorgenommen werden kann sie vom TÜV, der Dekra und weiteren Prüfungsorganisationen. Dabei wird das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit überprüft. Eine entsprechende Plakette wird dann aufs hintere Nummernschild aufgeklebt.
Genormtes System zur sicheren Befestigung von Kindersitzen mit zwei Halteösen auf den dafür vorgesehenen Sitzen im Auto. Daran lässt sich der Kindersitz sicher befestigen. Von fast allen Autoherstellern, auch von Hyundai, angeboten.
Um bei einem Auffahrunfall der Überdehnung der Halswirbelsäule entgegen zu wirken, schnellt die ansonsten starre Kopfstütze etwas nach vorn, um den Kopf rechtzeitig abzustützen. Ausgelöst wird diese Bewegung durch den Druck des Fahrers auf die Rückenlehne. Gehört zum Lieferumfang für den Hyundai i30.
Kurvenlicht passt beim Abbiegen oder in Kurven den Leuchtkegel den örtlichen Gegebenheiten an. Dafür gibt es zum einen Zusatzlampen, die sich bei entsprechendem Lenkeinschlag einschalten (statisch), zum anderen lassen dynamische Systeme den Hauptscheinwerfer geschwindigkeitsabhängig mitschwenken.
Vom Gesetzgeber vorgeschriebene Einstellung der Scheinwerferhöhe, um den Gegenverkehr nicht zu blenden und dennoch den Raum vor dem Auto optimal auszuleuchten. Einige Hersteller bieten selbsttätig abblendende Systeme an, die über einen Fernlichtassistenten verfügen.
Mit dem Regensensor gekoppelter Signalgeber, der bei zunehmender Dunkelheit oder bei Einfahrt in den Tunnel dafür sorgt, dass das Hauptlicht eingeschaltet wird.
System aus Infrarot- und/oder Radarsensoren und Wärmebildkamera, das bei Nacht den Raum vor dem Fahrer überwacht und Hindernis oder Lebewesen aufspüren soll. Momentan wird der Nachtsichtassistent (Night Vision) nur von wenigen Herstellern angeboten, sein Zusatznutzen kann noch nicht voll zufrieden stellen.
An der Frontscheibe angebrachter Sensor, der je nach Grad der Lichtreflektion die Intensität der Wischer regelt. Das Sensor-Signal wird auch dafür genutzt, Schiebedach und Seitenscheiben bei plötzlich einsetzendem Regen automatisch zu schließen. Der Regensensor lässt sich mit wenig Aufwand mit einem Lichtsensor koppeln.
Mit dem Aufkommen von Pannenhilf-Sets, dem Weglassen des Ersatzrads und dem Einsatz von Reifen mit Notlaufeigenschaften (Run-flats) werden zunehmend Reifendruckkontrollsysteme (Tire Pressure Monotoring System, TPMS) installiert. Sie zeigen an, wenn es zu einem Luftverlust kommen sollte, bei aufwendigeren Lösungen signalisieren sie sogar den entsprechenden Druckverlust und die Position des betreffenden Rades. Die Informationen dafür liefern entweder das ABS-System oder Extrasensoren, die direkt im Rad eingebaut sind. Über eine Reifendruckkontrolle verfügt beispielsweise die Hyundai i30-Familie.
System aus verstärkten seitlichen Schwellern, Türen und Seitenwänden mit aufeinander abgestimmten Verstärkungsprofilen, stabileren Türscharnieren, mehrschaligen A-, B- und C-Säulen sowie Sitzen mit verstärktem Lehnenrahmen.
Spurwechsel- und Spurhalte-Hilfssysteme warnen, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abzukommen droht oder wenn ein Spurwechsel eingeleitet wird, obwohl sich ein anderes Fahrzeug im Toten Winkel befindet.
Gefährlicher Bereich schräg hinter dem eigenen Fahrzeug, meist in Höhe der C-Säule, der trotz Außen- und Innenspiegel kurzzeitig nicht einsichtig ist.
Feststehender oder blitzschnell herausfahrender Sicherheitsbügel im Fond von Cabrios, der im Falle eines Überschlags die Insassen vor schweren Kopfverletzungen schützen soll.
Mit dem ESP-System gekoppeltes Sicherheitssystem, das Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt (SUV, Geländewagen, Crossover) in zu schnell absolvierten Kurven vor dem Umkippen bewahrt.



