Fragen & Antworten

Hier sind Ihre Fragen bestens aufgehoben

Bei Informationsbedarf zu Hyundai im Allgemeinen oder Ihrem Fahrzeug im Speziellen sind Sie hier genau richtig. In unseren FAQs finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen – hoffentlich auch auf Ihre. Fündig werden hier aber auch alle jene, die es in puncto Technik ganz genau wissen wollen.

Unser Lexikon erklärt von A wie Antrieb bis Z wie Zahnstangen-Lenkung alles, was es am und im Auto an technischen Features gibt.

Fragen & Antworten

Allgemein

Wie lange dauert es, bis ich mein bestelltes Fahrzeug bei meinem Hyundai Partner abholen kann?

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass uns keine Aussagen zu Lieferterminen möglich sind, da die Lieferzeit eines Fahrzeuges von vielen Faktoren abhängt. Für nähere Informationen steht Ihnen deshalb ausschließlich Ihr Hyundai Vertragspartner gerne zur Verfügung.

An meinem Fahrzeug aus dem EU-Ausland (Parallelimport) ist laut Serviceheft nach 1.000 km ein Kundendienst vorgeschrieben. Stimmt das?

Ein Kundendienst nach einer Fahrleistung von 1.000 km ist nicht zwingend vorgeschrieben. Der erste Wartungsdienst ist deshalb erst nach 15.000 km Fahrleistung oder nach 12 Monaten, gerechnet ab Datum der Erstauslieferung bzw. Erstzulassung des Fahrzeuges, je nachdem was zuerst eintritt, fällig. Die nächste Inspektion ist dann nach weiteren 15.000 km oder 12 Monate nach dem vorangegangenen Wartungsdienst, je nachdem was zuerst eintritt, durchführen zu lassen.

Kann ich bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH Werbeartikel erhalten?

Da die Hyundai Motor Deutschland GmbH als Importeur handelt, verfügen wir über kein Kontingent an Werbeartikeln. Für das Bewerben der Kunden sind unsere Hyundai Vertragspartner zuständig.

An meinem Fahrzeug beschlagen sich die Abschluss-Scheiben der Klarglasscheinwerfer. Ist das normal?

Wir können Ihnen versichern, dass es sich hierbei um einen normalen physikalischen Effekt handelt, der insbesondere nach Regenfahrten, kalten Nächten oder bei einer Wagenwäsche auftreten kann. Grundsätzlich wird durch das vorhandene Scheinwerfer-Belüftungssystem die sich ausdehnende erwärmte Luft aus dem eingeschalteten Scheinwerfer schnell nach außen abtransportiert. Nach dem Ausschalten kühlt der Scheinwerfer langsam ab, und feuchte Luft von außen strömt über das Scheinwerfer-Belüftungssystem ein. Diese Feuchtigkeit verdampft im warmen Scheinwerfer und schlägt sich beim Abkühlen als Kondensat an der Abschlussscheibe der Rückleuchte nieder. Dieser Vorgang wird als Betauung bezeichnet. Nach einer kurzen Fahrt bei trockenem Wetter oder nach einer kurzen Laufzeit setzt ein Verdunstungsprozess ein, der die Betauung abtrocknen lässt. Technisch ist dieser Vorgang unbedenklich, da der Reflektor gegen derartige Einflüsse geschützt ist. Sind an den Scheinwerfern keine Mängel festzustellen, sind diese in Ordnung und können ohne Einfluss auf die Lichtleistung bedenkenlos weiter betrieben werden.

Service

Woher bekomme ich einen neuen Fahrzeugschlüssel?

Bei der Auslieferung seines Fahrzeuges bekommt jeder Eigentümer mit den Fahrzeugschlüsseln die Schlüsselnummer ausgehändigt. Sollte Ihnen diese Information nicht mehr vorliegen, kann Ihr Hyundai Vertragspartner nach erfolgter Eigentumsprüfung den Code ermitteln oder neue Schlüssel bestellen.

Wo kann ich eine neue Betriebsanleitung beziehen?

Die Hyundai Vertragspartner können Betriebsanleitungen gegen Berechnung für Sie bestellen. Dafür benötigen sie die Fahrzeug-Identifikationsnummer, um die passende Anleitung ordern zu können. Dies gilt auch dann, wenn Sie für ein Fahrzeug aus dem EU-Ausland eine deutschsprachige Betriebsanleitung bestellen möchten. Bei älteren Fahrzeugen kann es vorkommen, dass die Betriebsanleitung vergriffen ist.

Reifen

Welche Reifen kann ich an meinem Fahrzeug montieren?

Welche Reifen die richtigen für Ihr Fahrzeug sind, entnehmen Sie am einfachsten dem Fahrzeugschein. Unter „Größenbezeichnung der Bereifung“ sind die Standard-Reifendimensionen sowie Geschwindigkeitssymbol und Tragfähigkeitskennzahl aufgeführt. Bei älteren Fahrzeugscheinen finden Sie die Angaben unter den Ziffern 20 bis 23, bei neuen unter den Ziffern 15.1 und 15.2. Häufig stehen Angaben zu zusätzlich verwendbaren Felgen und Reifen in dem Feld „Bemerkungen“ unter Ziffer 33 bzw. 22. Abweichend von dem Grundsatz, dass die Bezeichnungen in den Fahrzeugpapieren und am Reifen übereinstimmen müssen, gelten folgende Ausnahmen:

Geschwindigkeitssymbol

Das ist der Kennbuchstabe, der die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens angibt, z. B. T bis 190 km/h und H bis 210 km/h. Er darf „höherwertiger“ sein als die entsprechenden Eintragungen in den Papieren. Beispiel: Fz.-Schein 255/65 R 16 T, zulässig sind z. B. Reifen mit Aufschrift: 255/65 R 16 H.

Tragfähigkeitskennzahl

Das ist die Kennzahl, die Auskunft über die maximale Tragfähigkeit eines Reifens angibt, z. B. Lastindex 100 bedeutet Tragfähigkeit 800 kg. Diese darf „höherwertiger“ sein als die entsprechenden Eintragungen in den Papieren. Beispiel: Fz.-Schein 215/65 R 15 96 H, Lastindex 96 entspricht einer Tragfähigkeit von 710 kg. Zulässig sind Reifen mit Aufschrift: 215/65 R 15 100 H, Lastindex 100 entspricht einer Tragfähigkeit von 800 kg.

Winter-/Ganzjahresreifen (nur mit M+S-Kennzeichnung)

Das Geschwindigkeitssymbol darf für niedrigere Höchstgeschwindigkeiten gelten, als in den Fahrzeugpapieren für Sommerreifen eingetragen ist. In diesen Fällen muss ein Aufkleber mit der für den M+S-Reifen zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges im Sichtfeld des Fahrers angebracht werden. Beispiel: Fz.-Schein 195/60 R 15 88 H (Sommerreifen bis 210 km/h, Kennbuchstabe H), zulässig sind auch Reifen mit Aufschrift: 195/60 R 15 88 Q M+S (Winterreifen bis 160 km/h, Kennbuchstabe Q). In diesem Fall ist aber auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges durch die des Reifens auf 160 km/h begrenzt und unbedingt einzuhalten.

Reparatur

Können Sie mir bei der Reparatur meines Hyundai Fahrzeuges helfen?

Technische Sachverhalte sind allein auf der Basis von Schilderungen kaum zu beurteilen. Deshalb verzichten wir auf jede Art der Ferndiagnose. Die Hyundai Vertragspartner stehen unseren Kunden als kompetente Ansprechpartner in allen Belangen rund um die Marke Hyundai zur Seite und sind mit dem aktuellsten Stand der Diagnosetechnik ausgestattet und vertraut.

Kann ich Ersatzteile direkt bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH kaufen?

Wir liefern Ersatzteile und Zubehör nur an unsere Hyundai Vertragspartner, die Ihnen auch die Preise und die Artikelnummern sagen können und das benötigte Material gerne für Sie bestellen.

Wieso treten beim Einschalten meiner Klimaanlage Gerüche auf?

Mit der Außenluft gelangen ständig Schimmelpilze und Bakterien in den Fahrzeuginnenraum. Die am Verdampfer der Klimaanlage kondensierende Feuchtigkeit bildet zusammen mit dem Staub einen guten Nährboden für die sogenannten Mikroorganismen. Deren Stoffwechselprodukte können dann zu den beschriebenen Gerüchen führen. Bei regelmäßiger Benutzung der Klimaanlage spült das Kondenswasser Staub und Sporen immer wieder weg. Wird dagegen die Klimaanlage nur selten genutzt, häufig auf Umluftzirkulation gestellt oder das Fahrzeug überwiegend im Kurzstreckenverkehr eingesetzt, entfällt der Selbstreinigungseffekt des Verdampfers und es entstehen die Gerüche. Ist dies der Fall, empfiehlt es sich, eine Reinigung in einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen.

COC-Dokument

Was ist ein COC (Certificate of Conformity) bzw. EWG-Übereinstimmungsbescheinigung?

Der Hersteller von Kraftfahrzeugen muss für alle Personenkraftwagen und Lastkraftwagen eine EG-Betriebserlaubnis beantragen. Aufgrund dieser Betriebserlaubnis wird eine Bescheinigung erstellt – das COC (Certificate of Conformity). Dieses Dokument besagt, dass das Fahrzeug mit der EG-Betriebserlaubnis übereinstimmt und ohne weitere technische Prüfung in jedem EU-Land zugelassen werden kann. Die Ausstellung erfolgt für alle Personenkraftwagen und Lastkraftwagen, für die eine EG-Betriebserlaubnis vorliegt. Die Erstausfertigung ist für jeden Hyundai PKW und LKW kostenfrei und wird nebst Zulassungsbescheinigung Teil II mit dem Neufahrzeug übergeben.

Was ist eine Zweitausfertigung?

Wenn Sie nicht im Besitz der Erstausfertigung sind und Ihr Fahrzeug in einem EU-Mitgliedsstaat zulassen möchten, benötigen Sie die Zweitausfertigung. Diese kann gegen Berechnung einer Bearbeitungsgebühr ausgestellt werden. Ist dies notwendig, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf. Für die weitere Bearbeitung benötigen wir zum Fahrzeug zumindest eine der folgenden Unterlagen in Kopie: Zulassungsbescheinigung Teil I oder Teil II oder Fahrzeugbrief oder Fahrzeugschein.

Kann die Hyundai Motor Deutschland GmbH auch eine Zweitausfertigung für ein EU -Fahrzeug erstellen?

Eine Zweitausfertigung eines COC-Dokuments für ein Fahrzeug, das aus dem EU-Ausland stammt, ist durch die Hyundai Motor Deutschland GmbH nicht möglich. Hierzu können Sie sich ausschließlich an den zuständigen EU-Importeur im EU-Ausland wenden.

Was muss ich tun, wenn es für mein Fahrzeug kein COC gibt (z.B. das Fahrzeug nicht für einen EU-Mitgliedsstaat produziert wurde)?

Fahrzeuge ohne EG-Betriebserlaubnis müssen für die Zulassung in EU-Mitgliedsstaaten einer technischen Prüfung unterzogen werden. In Deutschland wird z.B. vom TÜV oder von der DEKRA geprüft. Nach dieser Prüfung erhält das Fahrzeug eine Einzelbetriebserlaubnis.

Kraftstoff

Verträgt mein Hyundai Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil?
Alle Hyundai Kraftfahrzeuge mit Benzinmotor ab Modelljahr 1992 können mit Super-Ethanol betrieben werden. Das Zeichen zum Bestimmen des Modelljahres können Sie der 10. Stelle der Fahrgestellnummer entnehmen.
Was ist Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil?
Super-Ethanol ist ein Gemisch aus 10 % Ethanol und 90 % Benzin. Die Beimischung von Alkohol ist nicht neu, schon jetzt liegt der Ethanol-Anteil im Ottokraftstoff bei bis zu 5 %. An den Zapfsäulen ist der neue Kraftstoff an dem Namenszusatz E10 zu erkennen, beispielsweise Super E10.
Warum wird Ethanol dem Kraftstoff beigemischt?
Deutschland setzt mit dem Vorhaben eine EU-Richtlinie um. Dadurch soll der Bioanteil im Kraftstoff erhöht werden, um so die Umweltbilanz zu verbessern. Das Argument: Bei der Verbrennung von Bioethanol wird nur so viel CO2 ausgestoßen, wie die Nutzpflanze während ihres Wachstums aufgenommen hat.
Wird Ethanol auch Dieselkraftstoffen beigemischt?
Nein. Diesel wird kein Ethanol beigemischt. Aber auch Diesel muss nicht mehr komplett aus Erdöl sein. Der Biodieselanteil im Selbstzünderkraftstoff darf bis zu 7 % betragen.
Darf ich mein Fahrzeug nur mit Biodiesel betreiben?
Nein, hierfür liegt keine Herstellerfreigabe vor.
Was mache ich, wenn mein Wagen kein Super-Ethanol verträgt?
Auf keinen Fall Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil tanken. Das brauchen Sie auch nicht, denn die Tankstellen sind verpflichtet, weiterhin konventionellen Kraftstoff anzubieten. Europaweit gilt die Versorgungspflicht bis 2013, in Deutschland ist sie bisher sogar zeitlich unbegrenzt.
Gibt es im Winterlager (längere Standzeit) etwas zu beachten?
Ja. Bevor es ins Winterlager geht, besser kein Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil tanken. Gerade bei längeren Standzeiten ist konventioneller Kraftstoff die bessere Wahl. Grund: Er ist lagerstabil.
Welche Auto-Bauteile sind gefährdet, wenn ich Super-Ethanol tanke?
Alle Bauteile, die im Kraftstoffsystem stecken und mit Super-Ethanol-Kraftstoff in Berührung kommen. Gerade bei Aluminium (Oxidation) und Kunststoffdichtungen (werden angegriffen) kann es zu Problemen kommen. Vorsicht bei Kanisterbetankung! Optisch unterscheidet sich Super-Ethanol nicht.
Ich habe versehentlich Super-Ethanol getankt. Was soll ich tun?
Motor nicht starten und Fahrzeug an Ort und Stelle stehen lassen. Um teure Reparaturen zu vermeiden, muss der Kraftstofftank ausgepumpt und das Kraftstoffsystem entleert werden.
Worin liegt der Unterschied zwischen E10 und E85?
Im Mischungsverhältnis. Bei E85 ist der Ethanol-Anteil im Kraftstoff viel höher. Das Gemisch besteht zu 85 % aus Ethanol und zu 15 % aus Benzin. Hyundai Fahrzeuge sind hierfür nicht freigegeben.
Hat der Super-Ethanol-Kraftstoff weitere Nachteile?
Durch den geringen Energiegehalt gibt es eine leichte Erhöhung des Verbrauchs (Experten gehen von einem Mehrverbrauch von bis zu 3 % aus). Einen Vorteil hat die Beimischung: Ethanol im Kraftstoff erhöht die Klopffestigkeit, die Oktanzahl ist höher.
Aus was wird Ethanol hergestellt?
Ethanol ist ein Alkohol, der sich aus zucker- und stärkehaltigen Pflanzen (z. B. Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Getreide) sowie in Zukunft verstärkt aus Pflanzenresten und Holzabfällen gewinnen lässt – und damit aus nachwachsenden Rohstoffen.
Welchen Vorteil hat Super-Ethanol-Kraftstoff?
Super-Ethanol-Kraftstoffe mit 10 % Ethanol-Anteil senken die Abhängigkeit vom Erdöl. Sie tragen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei und können langfristig den Anstieg der Energiepreise abschwächen. Der Einsatz von Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil kann dazu beitragen, die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich deutlich zu mindern. Dabei muss der Nachweis von Nachhaltigkeit beim Anbau und in der Herstellung nach europaweit gültigen Regeln erbracht werden. Der Anteil von Super-Ethanol-Kraftstoffen am gesamten Kraftstoffverbrauch soll deutlich steigen.
Wo finde ich weitere Informationen zu diesem Thema?
Weitere Informationen sind unter www.dat.de/e10, www.bmu.de/e10, www.kfzgewerbe.de, www.vdik.de oder unter www.adac.de zu finden. Und natürlich in der Betriebsanleitung zu Ihrem Fahrzeug. Im Zweifelsfall können Sie sich an Ihren Hyundai Händler oder die Hyundai Service-Hotline unter Telefon 0 71 32/4 87-2 83 wenden.
Wie wirkt sich Super-Ethanol auf die Bauteile in meinem Fahrzeug aus?
Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil kann insbesondere bei hohem Druck und hohen Temperaturen unter Alkoholatbildung korrosiv auf Aluminium wirken. Besonders problematisch ist, dass der Korrosionsangriff bereits nach einer einmaligen Betankung mit Super-Ethanol ausgelöst werden kann und dann nicht mehr aufzuhalten ist. Hierbei möglicherweise auftretende Leckagen im Kraftstoffsystem stellen zudem ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Hinzu kommen Probleme durch die Lösungseigenschaften von Ethanol für anorganische Komponenten, wodurch das Risiko erhöhter Metallwerte im Kraftstoff gegeben ist. Auch die E10-Verträglichkeit von Dichtungsmaterialien und Schläuchen im Kraftstoffsystem kann problematisch sein. Deshalb sollten nur vom Hersteller freigegebene Modellreihen mit Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil betankt werden.
Mein Auto ist nicht für E10 freigegeben. Kann ich ein Additiv einsetzen?
Von der Verwendung von speziellen Additiven, die im Zubehörhandel angeboten werden und die Super-Ethanol-Verwendung auch bei nicht freigegebenen Modellen gewährleisten sollen, ist abzuraten!
Gibt es Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil im Ausland?
Bis dato hat in Europa nur Frankreich Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil flächendeckend eingeführt. Die Markenbezeichnung dort lautet „SP95 E10“. Da im Ausland allerdings andere Kraftstoffnormen gelten können, raten wir von der Verwendung von Super-Ethanol mit 10 % Ethanol-Anteil ab. Nur die Verwendung von Super-Ethanol entsprechend der E-DIN-Norm 51626-1 ist freigegeben.
- Durch die Verwendung von nachwachsenden Biokraftstoffen werden die Erdölreserven geschont.
Was spricht für die Verwendung von Super-Ethanol?
Die Beimischung von Ethanol hat zwei entscheidende Vorteile:
  • Bioethanol wird aus Pflanzen, also regenerativen Quellen, gewonnen und reduziert damit den Ausstoß des Klimagases CO2.
  • Durch die Verwendung von nachwachsenden Biokraftstoffen werden die Erdölreserven geschont.
Wie ist der Kraftstoff zu erkennen?
Sie erkennen den Super-Ethanol-Kraftstoff mit 10 % Ethanol-Anteil an der Bezeichnung „Normal E10“, „Super E10“, oder „Super Plus E10“ auf den Zapfpistolen bzw. den Zapfsäulen.
Kann man Super-Ethanol E10 und Super-Ethanol E5 abwechselnd tanken?
Dies ist bedenkenlos möglich.

Technik-Lexikon

A

Abgasnachbehandlung

Nur eine entsprechende Abgasnachbehandlung oder -reinigung sichert die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Hyundai setzt bei allen Benzinern serienmäßig Dreiwege-Katalysatoren ein, bei Direkteinspritzern käme noch ein Speicherkat hinzu. Bei den Dieseln kommen ein Oxidationskatalysator, eine Abgasrückführung sowie ein Partikelfilter zum Einsatz.

Abgasnorm

Die europäischen Abgasnormen gelten einheitlich und haben nur einen Sinn – die Abgaswerte drastisch zu senken. In den 80er-Jahren wurde die Euro-1-Stufe eingeführt, mittlerweile ist die Automobilindustrie bei Neufahrzeugen bei Euro 5. Gerade der Ausstoß von Stickoxiden, Kohlewasserstoff und Partikeln (bei Dieselfahrzeugen) ist um ein Vielfaches minimiert worden. Autos mit älteren Motoren werden steuerlich benachteiligt, mittlerweile sind sie im Zuge der Feinstaubverordnungen von der Einfahrt in manche Stadtgebiete ausgeschlossen.

Abstandsradar

Mit dem Tempomat gekoppeltes System, das automatisch Abstand zu vorausfahrenden Autos hält. Es passt die Geschwindigkeit an und bremst im Notfall ab. Das Erkennen einer solchen Situation bedarf einer komplizierten Sensorik, die Fehler weitgehend ausschließen muss.

Aerodynamik

Lehre von der Formgebung der Karosserie und ihrer Unterbodengestaltung, die einen möglichst wirbellosen Fluss des Fahrtwinds ermöglicht. Die glattflächige Gestaltung ist eine der wichtigsten Kenngrößen bei der Entwicklung des Autos – es geht um die Reduzierung des Luftwiderstands und damit des Kraftstoffverbrauchs. Im Motorsport hat die Aerodynamik wettbewerbsentscheidende Bedeutung, alle wichtigen Rennställe nutzen teilweise eigene Windkanäle, in denen eine unglaubliche Detailarbeit geleistet wird.

Airbags

Luftsack zum Schutz der Insassen bei Frontal- oder Seitenaufprall, ausgelöst über eine spezielle Sensorik. Heute üblich sind Mehrkammer-Airbags, die sich je nach Schwere des zu erwartenden Unfalls füllen. Beifahrer-Airbags sind in der Regel per Schlüsseldreh deaktivierbar, sofern Kindersitze eingebaut werden. Hyundai bietet serienmäßig zwei Front-Airbags, Seiten- und Vorhangairbags an. Nicht nur in der Mittel- und Oberklasse sondern auch im kompakten i30 gehören sowohl Front-, Seiten- und Dachairbags als auch Knieairbags bereits zum Lieferumfang.

Allradantrieb

Antriebssystem, bei dem sich die auf die Straße übertragende Kraft auf alle vier Räder verteilt. Im einfachsten Falle werden per Hand zuschaltbare Allradantriebe eingesetzt. Modernere Fahrzeuge verfügen über einen automatisch zuschaltbaren Allradantrieb, bei dem die Kraft bei entsprechender Traktionssituation variabel auf eine oder zwei Achsen übertragen wird. Beim Hyundai Santa Fe und beim ix35 geschieht dies über eine elektromagnetisch betätigte Mehrscheibenkupplung.

Alternative Antriebe

Neben den heutigen Hubkolbenmotoren sind andere Antriebsarten im Kommen – allen voran Autos mit Elektromotor, mit Brennstoffzellenantrieb oder mit einer Mischung aus konventionellem und E-Motor (Hybridantrieb). Hyundai hat sich seit den ersten Forschungen im Jahr 1998 zu einem Vorreiter in puncto Wasserstoffantrieb entwickelt. Das zeigt sich auch bei der Leistung des ix35 FCEV, denn der bringt nicht nur einen Elektromotor mit 136 PS und bis zu 160 km/h mit, sondern übersteht satte 594 Kilometer mit nur einer Tankfüllung.

Alternative Kraftstoffe

Alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Bio-Ethanol, Wasserstoff oder Rapsöl, oder auch synthetisch erzeugte Treibstoffe, werden zunehmend zum Antrieb von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Konventionellen Kraftstoffen wird mittlerweile in der Raffinerie ein bestimmter Anteil an Biokraftstoff zugefügt. Sinn macht die Verwendung alternativer Kraftstoffe aber nur, wenn sie auf regenerativem Wege gewonnen werden.

Anhängerstabilisierung

Mit dem ESP gekoppelte Sensorik und Aktuatorik, die beim Schlingern des Anhängers die jeweils relevanten Räder des Zugfahrzeugs abbremst, um die Fahrt zu stabilisieren.

Anhängezugvorrichtung

Vorrichtung zur Verbindung des Anhängers mit dem Zugfahrzeug. Für moderne Fahrzeuge werden abklappbare oder abnehmbare Anhängerkupplungen angeboten.

Antiblockiersystem (ABS)

Urvater aller elektronischen Fahrerassistenzsysteme. ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen durch genau abgestimmte, kurze Bremsimpulse („Stotterbremse“). Serienmäßig in allen Hyundai-Automobilen. Den Bremsweg verkürzt ABS allerdings nicht.

Antiklopfregelung

Eine automatische Antiklopfregelung, wie sie heute in allen Pkw angeboten wird, ermöglicht ein hohes Verdichtungsverhältnis und bestmöglichen Wirkungsgrad. Wird Kraftstoff geringerer Qualität getankt, wird der Zündzeitpunkt automatisch angepasst, so dass es nicht zum sogenannten Klingeln (Selbstentzündung des Gemisches) kommt. Allerdings ist dies mit einer Rücknahme der Leistung verbunden.

Antriebsschlupfregelung (ASR)

Vermeidet Schlupf, der beim starken Beschleunigen zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Die entsprechenden Signale liefert der Drehzahlgeber des ABS-Systems. Entweder wird nun die Drosselklappe geschlossen (Benziner) oder die Kraftstoffpumpe stillgelegt (Diesel), weiterhin können die Zündung beeinflusst oder Komponenten des ABS aktiviert werden.

Aufladung

Zuführung von vorverdichteter Frischluft in den Brennraum. Dank der größeren Luftmenge kann auch ein größerer Anteil an Kraftstoff eingespritzt werden – dies führt zu einer Leistungssteigerung. Häufig angewandte Aufladesysteme sind Turbolader und Kompressoren.

Ausgleichswellen

Zusätzliche Wellen im Motorgehäuse, die mit rotierenden Gegengewichten bestückt sind und entgegen der Kurbelwellen-Laufrichtung drehen. Sie verbessern den Massenausgleich und reduzieren die Vibrationsneigung des Triebwerks.

Außenspiegel

Links und rechts vom Fahrzeug fest installierte, von innen einstellbare und meist auch beheizte Rückspiegel. Bei asphärischer Gestaltung wird der Tote Winkel reduziert.

Automatikgetriebe

Automatisch schaltende, hydraulisch gesteuerte Getriebe, die vor allem in Mittel- und Oberklasseautos Anwendung finden. Am populärsten sind heute fünf- bis sechsstufige Ausführungen mit Wandlerkupplung oder Doppelkupplungsgetriebe, die sich auch manuell schalten lassen.

B

Batterie

Speichereinheit für elektrische Energie, früher meist als schwerer Blei-Akku, wo im Zusammenspiel mit Schwefelsäure Strom bereit gestellt wurde. Heute als höher belastbare Nickel-Metallhydrid- oder hochmoderne Lithium-Ionen-Speicher, die mehr Energie in kürzerer Zeit speichern und wieder abgegeben können. Mit dem Debüt von Hybridfahrzeugen und der Renaissance von Elektroautos sind Batterien zu einem der wichtigsten Themen im Auto geworden.

Benzin

Das Destillat aus Erdöl (Kohlenwasserstoffverbindung) ist die häufigste Kraftstoff-Form. Durch Additive wird die Klopffestigkeit – also die Vermeidung der Selbstentzündung des Kraftstoffs – verbessert. Maß der Klopffestigkeit ist die Oktanzahl (ROZ).

Bergabfahrhilfe

Die Bergabfahrhilfe (Hill Descent Control) bremst das Auto an steilen Bergab-Passagen selbsttätig auf Schrittgeschwindigkeit ab – ein vor allem in SUV-Fahrzeugen wichtiges System.

Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe bzw. der Berganfahrassistent (Hill Holder) unterstützt automatisch beim Anfahren an Steigungen, indem ein Zurückrollen verhindert wird. Wenn der Fahrer diese Komfortfunktion aktiviert hat, wird beim Anfahren zunächst selbsttätig die Bremse betätigt und erst dann wieder gelöst, wenn der Motor genug Drehmoment zur Verfügung stellt. Das Anfahren an Steigungen wird damit gerade für Autos mit Schaltgetriebe deutlich erleichtert.

Bildschirm

Der heute meist farbige Bildschirm (Display) hilft bei der Bedienung von Audio-, Navigations- und Klimasystemen. Die Regelung erfolgt entweder über Tasten, Sprachsteuerung oder das direkte Berühren der entsprechenden Symbole auf dem Bildschirm (Touch Screen). Der Bildschirm sollte nicht tief unten in der Mittelkonsole sitzen, sondern möglichst weit oben im Blickfeld des Fahrers. Darum rüsten manche Hersteller ihre Autos mit herausfahrbaren Displays aus.

Bluetooth

Kabellose Verbindung von Kommunikationssystemen – beispielsweise für Mobiltelefone, Freisprecheinrichtungen, Notebooks und weitere Infotainment-Features wie das Unterhaltungsprogramm für den Fond (Rearseat-Entertainment).

Bordcomputer

Elektronisches Kontrollgerät mit Display, das Informationen über die Betriebszustände der Aggregate sowie wichtige Fahr- und Verbrauchswerte liefert. Angezeigt werden auch Temperatur, Verbrauch oder Fehlermeldungen.

Bremsassistent

Unfälle könnten vermieden oder in ihrer Schwere reduziert werden, wenn die Fahrer rechtzeitig mit dem Bremsvorgang beginnen würden. Neuartige Bremsassistenten unterstützen bei Notbremsungen, indem sie bei zögerlichen Bremsversuchen den vollen Bremsdruck aufbauen – dargestellt unter anderem im Hyundai i30. Selbsttätig darf allerdings aus Produkthaftungsgründen noch nicht abgebremst werden, an diesem hochsensiblen Thema arbeiten derzeit alle Automobilhersteller.

Bremsen

Mittlerweile setzen fast alle Autohersteller Scheibenbremsen zum sicheren Verzögern des Fahrzeugs ein. Am häufigsten werden Faustsattelbremsen verwendet, bei denen ein Zylindergehäuse einschließlich Bremskolben beide Bremsbeläge wie eine Faust umgreift. Bisher nur in wenigen Autos zum Einsatz gekommen sind aufwendige, elektrohydraulische Systeme – die aber mit dem Aufkommen der Hybridtechnik zunehmend in Serie gehen werden.

Bremsfading

Nachlassen oder völliges Versagen der Bremswirkung trotz verstärktem Pedaldrucks. Ursachen sind zu hoher Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit oder die Abnutzung der Bremsbeläge.

Bremskraftverstärker

Bauteil zur Erhöhung der Bremskraft in Form von Unterdruck- oder hydraulischen Bremskraftverstärkern.

Bremskraftverteilung

Bei den heute üblichen Zweikreisbremsen ist jedem Bremskreis eine Verteilereinrichtung vorn bzw. hinten zugeordnet. Üblicherweise werden die hinteren Bremsen mit einem reduzierten Bremsdruck beaufschlagt, um ein Blockieren der Räder zu verhindern. Bei der elektronischen Bremskraftverteilung (EBV) wird der Bremsdruck variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt – dies stabilisiert das Fahrzeug, wenn beispielsweise in einer Kurve gebremst wird.

Bremsweg

Zurückgelegter Weg zwischen dem Antippen der Bremse und dem Stillstand. Die Strecke vom Bremsbeginn bei 100 km/h bis zum Stand sollte bei modernen Autos nicht mehr als 40 Meter betragen.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle nutzt die Kräfte, welche aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in Form von Strom frei werden. Dieser Strom treibt über einen Elektromotor das Fahrzeug an, als Abgas entlässt sauberer Wasserdampf die Brennstoffzelle. Als Kraftstoff wird entweder Wasserstoff genutzt oder aber Benzin über einen Bord-eigenen Reformer in Wasserstoff umgewandelt.

C

CO2-Ausstoß

Aus dem Kraftstoffverbrauch lässt sich rechnerisch der entsprechende CO2-Ausstoß ermitteln. Angestrebt werden mittlerweile maximal 95 Gramm pro Kilometer. Der Hyundai i20 blue auf Basis des 1.1 CRDi gibt lediglich 84 g/km an die Umwelt ab.

Common-Rail-Diesel

Direkteinspritz-Diesel brauchen eine Speicheranlage, die einen hohen Druck vorhalten kann. Anfangs verwendete man dafür Verteilereinspritzpumpen, dann parallel Pumpe-Düse-Systeme. Inzwischen kommen so genannte Common-Rail-Anlagen zum Einsatz. Hier wird der Systemdruck in einer Speicherleiste (Rail) aufgebaut und an die Einspritzdüsen weitergegeben. Hyundai verwendete von Anfang an Common-Rail-Dieselmotoren. Die eigenentwickelte Einspritzung agiert mit Einspritzdrücken zwischen 1500 und 2000 bar.

Cupholder

Becherhalter kommen aus den USA, wo stets Trinkgefäße im Auto mitgeführt werden. In Deutschland wehrten sich die Autohersteller noch Mitte der 90er-Jahre gegen diese Nutzerwünsche; mittlerweile sind Cupholder in nahezu allen Fahrzeugen eingebaut. Teilweise handelt es sich dabei um komplizierte Bauteile, die sich mit unglaublichen Verrenkungen zum Cupholder entfalten – sie dürften wohl nur eine begrenzte Lebensdauer haben.

D

Design

Gestaltung, Entwurf, Styling – damit wird die Formgestaltung von Automobilen umschrieben. Design muss sich am Menschen und seinen Bedürfnissen, aber auch an technischen Gegebenheiten orientieren. Reine Mode kann Design heute nicht mehr sein, auch wenn die Form eines Autos kaufentscheidend ist – nicht umsonst heißt einer der wichtigsten Lehrsätze: Form follows function, die Form folgt der Funktion.

Diebstahlsicherung

Autos müssen so konstruiert sein, dass sie gegen unbefugtes Benutzen gesichert sind. Dazu gehört eine elektronisch geregelte Wegfahrsperre, die Teile der Fahrzeugelektronik lahm legt. Besitzer älterer Autos rüsten elektrisch-elektronische Wegfahrsperren nach oder sichern das Lenkrad bzw. blockieren den Schalthebel.

Dieselmotor

Ein im Gegensatz zum Benzinmotor hoch verdichteter Dieselmotor saugt Luft in die Zylinder, was mit einem starken Temperaturanstieg verbunden ist. Dadurch entzündet sich der nun eingespritzte Kraftstoff von selbst. Die früheren indirekten Verfahren mit Vor- oder Wirbelkammer sind inzwischen von der Direkteinspritzung ersetzt worden. Hyundai hat inzwischen eigene Common-Rail-Diesel entwickelt, die nach und nach in Serie gehen.

Differenzialsperre

Eine Differenzialsperre in der Antriebsachse baut bei Bedarf ein Sperrmoment auf – etwa wenn eines der beiden Antriebsräder durchzudrehen droht. Zum Einsatz kommt sie bei Sportwagen und in Geländewagen.

Direkteinspritzung

Die direkte Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum und nicht in ein vorgeschaltetes Saugrohr oder eine Vorkammer verbessert Leistung und Drehmomentverlauf. Bei Dieselmotoren ist dieses Prinzip inzwischen allgemein üblich, bei Benzinmotoren beginnt es, sich durchzusetzen.

Downsizing

Als Downsizing bezeichnet man die Entwicklung von besonders effizienten und verbrauchsarmen Motoren mit reduzierter PS-Zahl. Um die bisherige Leistung halten zu können, wird gern zur Aufladung mittels Turbolader oder Kompressor gegriffen. Zunehmend in Mode kommen dabei doppelt aufgeladene Systeme.

Drosselklappe

Die Drosselklappe regelt die Luftzufuhr für den Benzinmotor, bei Sport-Triebwerken verfügt sogar jeder Zylinder über eine Einzelklappe. Dieselmotoren benötigen wegen ihrer speziellen Technologie keine Drosselklappe.

E

Einparkhilfe

Sensoren im hinteren oder vorderen Stoßfänger senden Ultraschallsignale, die von anderen Fahrzeugen, Menschen oder Gegenständen reflektiert werden – daraus errechnet sich der Abstand zum Hindernis. Angezeigt wird dies im Display, gleichzeitig ertönen akustische Signale. Sehr hilfreich gerade bei unübersichtlichen, großen Fahrzeugen.

Elektronisches Stabilitätssystem (ESP)

Die sogenannte „Schleuderbremse“ reduziert die Motorleistung und bremst einzelne Räder ab, wenn das Auto zu schnell in eine Kurve geht oder einem Hindernis ausweichen muss. Die lebensrettende Fahrstabilitätsunterstützung gehört in nahezu allen Hyundai-Pkw bis hin zum H1 in Deutschland zur Serienausstattung. ESP nutzt eine hochkomplexe elektronische Sensorik, die auch die Warnsignale für den Überschlagschutz (Rollover Protection) liefert. Gekoppelt mit ESP ist außerdem die Anhängerstabilisierung, die bei schlingernder Fuhre das Zugfahrzeug so abbremst, dass der Anhänger wieder spurtreu läuft.

Euro-NCAP

Zur einheitlichen Bewertung automobiler Sicherheitsaspekte werden seit 1997 die Regeln des European New Car Assessment Programs (Euro-NCAP) herangezogen. Der genormte Sicherheitstest, bei dem es unter anderem um das Verhalten beim Frontal- (seitlich versetzter Aufprall mit 64 km/h), Seiten- (48 km/h) und Pfahlcrash (30 km/h) geht, wird mit bis zu fünf Sternen bewertet.

F

Fensterheber

Während früher die Seitenfenster via Kurbel geöffnet bzw. geschlossen wurden, sind heute überwiegend elektrische Fensterheber im Einsatz. Sie sorgen für einen schnellen Durchzug, wenn ein Auto entlüftet werden soll, und erleichtern das Leben, wenn etwa ein Ticket an einer Parkschranke zu ziehen ist. Ein Einklemmschutz stellt sicher, dass die Fenster beim Auftreffen auf ein Hindernis – etwa eine Kinderhand – sofort stoppen und zurück fahren müssen.

Fernlichtassistent

Sensorik, die bei Nachtfahrt ein entgegenkommendes Fahrzeug identifiziert und das Fernlicht auf Abblendlicht umschaltet.

Freiflächen-Reflektor

Frei im Raum geformte Reflektorfläche mit elektronisch formbarem Lichtkegel. Die übliche Streuscheibe wird durch Klarglas ersetzt.

Freisprecheinrichtung

Seit 2001 verlangt der Gesetzgeber eine Freisprecheinrichtung für Telefonate, die vom Fahrer während der Fahrt geführt werden. Es gibt portable Einrichtungen, die beim Kauf eines Mobiltelefons miterworben werden, sowie Festeinbauten ab Werk, die mittels Mikrofon und Lautsprecher für eine bestmögliche Gesprächswiedergabe sorgen.

G

Gasantrieb

Aufbauend auf konventionelle Benziner-Antriebe lässt sich der kostensparende Gasantrieb nachrüsten; manche Hersteller bieten auch den Gasantrieb ab Werk. Dabei geht es um den Einsatz von Naturgas (komprimiertes Erdgas CNG, Flüssiggas). Allerdings ist damit systembedingt eine gewisse Leistungseinbuße verbunden, zudem beansprucht der Tank einen Teil des Kofferraums, sofern er nicht an anderer Stelle installiert werden kann.

Getriebe

Dem Motor nachgeschaltete Box, die über ein Zahnräderwerk die Kraft zu den Rädern weiterleitet. Am häufigsten sind Handschaltgetriebe mit vier, fünf oder sechs Gängen. In manchen Fahrzeugen werden diese Getriebe in automatisierter Form ohne Kupplungspedal und Schalthebel angeboten. Zunehmend gefragt sind Automatikgetriebe, bei denen es sich entweder um Ausführungen mit Wandlerkupplung, stufenlose Automaten (CVT) oder Doppelkupplungsgetriebe handelt.

Gurtkraftbegrenzer

Intelligentes System, das die Rückhalte-Kraft des Sicherheitsgurts optimiert. Wenn die Insassen in den Airbag eintauchen, muss die Kraft reduziert werden, um die Belastungen auf Brust und Kopf gering zu halten.

Gurtstraffer

Gurtstraffer sorgen bei einem Unfall für den strammen Sitz des Sicherheitsgurtes. Sensorgesteuert werden im Fall eines Aufpralls blitzschnell die Gurte aufgewickelt. Im Zusammenspiel mit dem Gurtkraftbegrenzer entwickelt der Gurt so sein volles Schutzpotenzial.

H

Hauptuntersuchung

Der Gesetzgeber schreibt bei Neuwagen nach drei, bei Gebrauchten alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung vor. Vorgenommen werden kann sie vom TÜV, der Dekra und weiteren Prüfungsorganisationen. Dabei wird das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit überprüft. Eine entsprechende Plakette wird dann aufs hintere Nummernschild aufgeklebt.

Hochdruck-Einspritzung

Moderne Einspritzsysteme für Direkteinspritzer – egal ob Benziner oder Diesel – benötigen einen hohen Einspritzdruck. Er sichert die optimale Kraftstoff-Zumessung, eine bestmögliche Gemisch-Verbrennung und einen minimalen Geräuschpegel. Hochdrucksysteme erleichtern zudem die Arbeit der Abgasnachbehandlungssysteme.

Hybridantrieb

Hybridfahrzeuge kombinieren einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor. Beim Bremsen oder Segeln – also dem Fahren ohne Gaszugeben – wird die Batterie geladen. Bei sogenannten Vollhybriden ist die kurzzeitige, rein elektrische Fahrt möglich. Zunehmend kommen Mildhybrid-Versionen in die Serienanwendung, bei denen der Elektromotor lediglich zusätzliche Kraftspritzen (Boosten) zur Verfügung stellt. Bei Fahrzeugen mit Start-Stop-Systemen wird inzwischen von Micro-Hybriden gesprochen.

I

i-Blue-Paket

Maßnahmenpaket von Hyundai zur Verbesserung der Effizienz und der Umweltverträglichkeit. Dazu gehören Modifikationen der Aerodynamik wie ein geglätteter Unterboden, optimierte Lufteinlässe, neue Radhausverkleidungen, Heckspoiler, tiefer gelegte Karosserie sowie Spritsparreifen und Verbesserungen beim Antrieb und eine Start-/Stopp-Automatik.

Infotainment

Kombination aus Informations- (beispielsweise Navigationssystem) und Unterhaltungsinhalten (zum Beispiel Radio, TV, DVD-Abspieler usw.). Diese Inhalte werden über ein Multi-Media-Interface (MMI) miteinander verknüpft. Ein MMI-System kann neben dem Radioprogramm komplexe Aufgaben lösen und darstellen – also die Kartendarstellung einer Verkehrssituation, dazu Informationen von Verkehrsstaus und der Hinweis auf eingegangene E-Mails bei der Inanspruchnahme von Internet-basierten Diensten. Moderne Autos verfügen über eine Vielzahl von Features aus der Unterhaltungselektronik, wobei die Aufgabe der Entwickler darin besteht, aus Sicherheitsgründen die Datenflut in Grenzen zu halten.

Innenbeleuchtung

Die Fahrzeug-Innenbeleuchtung spielt eine zunehmende Rolle für die Nutzwertigkeit und den Wohlfühlfaktor eines Autos. Teilweise sind mehrere Leuchten im Einsatz, für die unterschiedliche Farben verwendet werden.

Instrumententräger

Früher auch als Armaturenbrett bezeichnet. Tafel aus gepresstem Blech, Kunststoff oder Holz, die alle wichtigen Instrumente, Schalter und Kontrolllampen aufnimmt. Gleichzeitig dient der Instrumententräger zur Versteifung des Innenraums.

ISO-Fix

Genormtes System zur sicheren Befestigung von Kindersitzen mit zwei Halteösen auf den dafür vorgesehenen Sitzen im Auto. Daran lässt sich der Kindersitz sicher befestigen. Von fast allen Autoherstellern, auch von Hyundai, angeboten.

K

Karosserieaufbau

Aufbau eines Autos, der bei einer selbsttragenden Karosserie die versteifende Bodengruppe beinhaltet.

Klarglas-Scheinwerfer

Nicht mehr mit gerippten, sondern mit völlig klaren Streuscheiben aus kratzfestem Kunststoff versehene Scheinwerfer.

Klimaanlage

Anlage zur Kühlung oder Heizung des Innenraums durch den Einsatz eines wechselweise flüssigen oder gasförmigen Kältemittels, gekoppelt mit einem mehrstufigen Gebläse und verschieden positionierten Ausströmern. Neben der einfachen, manuellen Klimaanlage werden Anlagen mit automatischer Regelung und aufwendige Komfortsysteme mit einer weitergehenden Steuerung nach Luftfeuchtigkeitsstand und Sonneeinstrahlung angeboten.

Kofferraum

Platz meist hinten im Pkw, der für die Ladung vorgesehen ist. Das Ladevolumen wird in Liter angegeben, ermittelt wird es nach einem Normverfahren des VDA (Verbands Deutscher Automobilhersteller). Bei vielen Automodellen kann der Kofferraum durch Umklappen der Rückbank um ein Vielfaches erweitert werden.

Kompressor

Mechanischer Verdichter in Form eines Gebläses, der für die Aufladung des Motors sorgt. Im Gegensatz zum Turbolader direkt von der Kurbelwelle angetrieben – Vorteil: kein Turboloch, Nachteil: erhöhter Verbrauch durch den permanenten Antrieb des Kompressors.

Kopfstützen, aktive

Um bei einem Auffahrunfall der Überdehnung der Halswirbelsäule entgegen zu wirken, schnellt die ansonsten starre Kopfstütze etwas nach vorn, um den Kopf rechtzeitig abzustützen. Ausgelöst wird diese Bewegung durch den Druck des Fahrers auf die Rückenlehne. Gehört zum Lieferumfang unter anderem für den Hyundai i30.

Kraftstoffe, alternative

Alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Bio-Ethanol, Wasserstoff oder Rapsöl, oder auch synthetisch erzeugte Treibstoffe, werden zunehmend zum Antrieb von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Konventionellen Kraftstoffen wird mittlerweile in der Raffinerie ein bestimmter Anteil an Biokraftstoff zugefügt. Sinn macht die Verwendung alternativer Kraftstoffe aber nur, wenn sie auf regenerativem Wege gewonnen werden.

Kraftstoffverbrauch

Kraftstoffmenge, die ein Auto für eine bestimmte Wegstrecke benötigt. Wird in Liter pro 100 Kilometer angebeben, im US-Raum beträgt die Mengeneinheit Meilen pro Gallone. Der Kraftstoffverbrauch wird im Rahmen eines EU-Zyklusverfahrens ermittelt.

Kunststoff

Leichtes, einfach zu verarbeitendes Material, das wegen seiner gewichtsreduzierenden Eigenschaften zunehmend im Karosseriebau eingesetzt wird. Bei High-Tech-Ausprägungen wie bei Karbon ist sogar eine bessere Steifigkeit als bei Stahl oder Aluminium gegeben.

Kurvenlicht, statisch und dynamisch

Kurvenlicht passt beim Abbiegen oder in Kurven den Leuchtkegel den örtlichen Gegebenheiten an. Dafür gibt es zum einen Zusatzlampen, die sich bei entsprechendem Lenkeinschlag einschalten (statisch), zum anderen lassen dynamische Systeme den Hauptscheinwerfer geschwindigkeitsabhängig mitschwenken.

L

Ladeluftkühlung

Spezieller Wärmetauscher zwischen Verdichterausgang (Turbolader, Kompressor) und Ansaugseite des Motors zur Senkung des unerwünschten Temperaturanstiegs der Ansaugluft. Er kühlt die bei maximaler Aufladung auf rund 140 Grad erhitzte Luft auf etwa 60 Grad zurück. Dadurch lässt sich dem Motor mehr Luftvolumen zuführen.

Leichtbau

Wegen der Bemühungen um einen möglichst geringen Kraftstoffverbrauch spielt der Leichtbau eine immer wichtigere Rolle. Hier geht es nicht allein um den Einsatz teurer, exotischer Materialien wie Karbon, sondern um den intelligenten Mix konventioneller Werkstoffe. Als besonders probates Mittel haben sich Tailored Blanks erwiesen, Bleche unterschiedlicher Dicke, die je nach Anforderung an der richtigen Stelle eingebaut werden. Leichtbau reicht bis zum Fahrwerk, das zunehmend aus Aluminium-Teilen gebildet wird.

Leichtmetall-Räder

Scheibenrad aus einer Leichtmetall-Legierung. Vorteilhaft sind das geringe Gewicht und die daraus resultierenden kleineren ungefederten Massen sowie die attraktivere Optik.

Lenkung

Entscheidende sicherheitstechnische Baugruppe, die unter allen Umständen gewünschte Richtungsänderungen umsetzen muss. Früher setzte man vor allem auf die Kugelumlauflenkung, inzwischen hat sich die - Zahnstangen-Lenkung fast flächendeckend durchgesetzt. Mittlerweile kommen zunehmend elektrische Lenksysteme zum Einsatz, die elektronische Eingriffe erlauben.

Leuchtweitenregulierung

Vom Gesetzgeber vorgeschriebene Einstellung der Scheinwerferhöhe, um den Gegenverkehr nicht zu blenden und dennoch den Raum vor dem Auto optimal auszuleuchten. Einige Hersteller bieten selbsttätig abblendende Systeme an, die über einen Fernlichtassistenten verfügen.

Lichtsensor

Mit dem Regensensor gekoppelter Signalgeber, der bei zunehmender Dunkelheit oder bei Einfahrt in den Tunnel dafür sorgt, dass das Hauptlicht eingeschaltet wird. Darüber ist der Lichtsensor auch für die Klimaanlage von Bedeutung, da das einfallende Licht mit in die Berechnungsgrundlage für die Temperaturregulierung einfließt.

Luftfederung

Luftfederung ist ein typisches Feature von Oberklasseautos oder SUVs. Es geht hier vor allem um eine Niveauregulierung, die bei manchen Autos mehrstufig justierbar ist. Dabei werden die voluminösen Luftfederbeine elektronisch angesteuert.

Luftwiderstand

Der Luftwiderstand ist eine der wichtigsten Größen, die vom Fahrzeug überwunden werden müssen, um in Fahrt zu kommen. Der weitaus größte Teil der Motorleistung muss bei höherer Geschwindigkeit dafür aufgewendet werden. Je windschlüpfiger ein Fahrzeug, desto schneller und sparsamer ist es. Die Windschlüpfigkeit wird als cW-Wert bezeichnet, sie liegt heute bei aerodynamisch optimierten Fahrzeugen zwischen 0,26 und 0,30.

M

Mittelkonsole

Teil des Instrumententrägers in Kniehöhe zwischen den beiden vorderen Fußräumen. Die Mittelkonsole wird meist für Komfort-, Bedien- und Anzeigeinstrumente bis hin zum fest eingebauten Bildschirm genutzt. Auch Cupholder, Radio und Navigationssystem können in der Mittelkonsole integriert sein. Außerdem enthält die Mittelkonsole oft auch den Schalt- und Handbremshebel. Heute wird sie zunehmend von voll vernetzten Infotainment-Systemen belegt.

Multifunktionslenkrad

Tasten und Wippschalter im Lenkrad bieten die Möglichkeit, verschiedenste Funktionen abzurufen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. So lassen sich beispielsweise Bordcomputer, Radio, Tempomat oder Navigation bedienen.

N

Nachtsichtassistent

System aus Infrarot- und/oder Radarsensoren und Wärmebildkamera, das bei Nacht den Raum vor dem Fahrer überwacht und Hindernis oder Lebewesen aufspüren soll. Momentan wird der Nachtsichtassistent (Night Vision) nur von wenigen Herstellern angeboten, sein Zusatznutzen kann noch nicht voll zufrieden stellen.

Navigationssystem

Fest oder mobil mit dem Auto verbundenes Zielführungssystem, das über den ständigen Abgleich von aktueller Position, Straßenkarten-CD bzw. -DVD und Satelliten Ortung über GPS (Global Positioning System) erstaunlich präzise Richtungshinweise gibt.

Nockenwelle

Mehrfach gelagerte Welle eines Viertaktmotors zur Betätigung der Ein- und Auslassventile. Der Antrieb erfolgt von der Kurbelwelle her über Kettenräder und Rollenkette, Zahnräder und Zahnkette oder durch Zahnriemenräder und Zahnriemen.

Notrad

Felge mit verringerter Breite und Reifen mit schmaler Lauffläche, wiegt 40 Prozent weniger als ein vollwertiges Ersatzrad und taugt für die Fahrt bis zur nächsten Werkstatt. Das Notrad ist allerdings in der Geschwindigkeit auf 80 km/h limitiert und kooperiert nicht mit dem ABS-System. Eine Sonderform ist das Faltrad, das im Pannenfall mit einem mitgelieferten Kompressor aufgepumpt werden muss. Immer mehr in Mode kommen platz- und gewichtssparende Tirefit-Sets, bei denen ein beschädigter Reifen mit einem Füllmittel vorübergehend repariert wird.

O

Ölstandskontrolle

Während seit langem eine Warnlampe über eine kritische Situation beim Öldruck informiert, musste der Ölstand traditionell über einen Messstab kontrolliert werden. Mittlerweile gehen die Hersteller vermehrt dazu über, auch die Ölstandskontrolle auf elektronischem Wege vorzunehmen und zu signalisieren.

Onboard-Diagnose

Memory-Funktion zur Speicherung von Daten der elektronischen Systeme. Dadurch können aufgetretene Störungen von der Werkstatt schnell und gezielt abgerufen werden. Die Onboard-Diagnose (EOBD) ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

P

Partikelfilter

Nachgeschaltetes Abgasreinigungssystem für Diesel-Fahrzeuge, das Rußpartikel eliminiert, indem die aufgefangenen Teilchen in bestimmten Regenerierungsphasen weggebrannt werden. Serie bei allen Hyundai Diesel-Modellen.

R

Radaufhängung

Je nach Art der Achskonstruktion gibt es Starrachs- oder die heute viel häufigeren Einzelradaufhängungen. Dabei kommen Längslenker, Schräglenker und Querlenker zum Einsatz. Die Feder-Dämpfer-Kombination ist die wichtigste Größe für das Federungsverhalten eines Fahrzeugs.

Radio

Den einstigen Autoradios mit kombinierten Kassetten- oder CD-Laufwerken folgten hoch komplexe Multimediasysteme. Sie lassen sich mit der GPS-Navigation, MP3-Playern, Telefon und gegebenenfalls auch Internet-Funktionen vernetzen. Im Kommen ist das Digital Audio Broadcasting (DAB), Digitalrundfunk mit einem besseren Übertragungsverfahren und zusätzlichen Servicefunktionen.

Regensensor

An der Frontscheibe angebrachter Sensor, der je nach Grad der Lichtreflektion die Intensität der Wischer regelt.

Reifen

Auf die Räder eines Autos aufgezogener, mit Luft gefüllter Laufkörper. Er stellt die Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn her. Auf einigen Märkten kommen heute verstärkt Reifen mit Notlaufeigenschaften (Run-flats) zum Einsatz, die wegen ihrer versteiften Seitenwände im Falle einer Panne noch eine Zeitlang weitergefahren werden können.

Reifendruckkontrolle

Mit dem Aufkommen von Pannenhilf-Sets, dem Weglassen des Ersatzrads und dem Einsatz von Reifen mit Notlaufeigenschaften (Run-flats) werden zunehmend Reifendruckkontrollsysteme (Tire Pressure Monotoring System, TPMS) installiert. Sie zeigen an, wenn es zu einem Luftverlust kommen sollte, bei aufwendigeren Lösungen signalisieren sie sogar den entsprechenden Druckverlust und die Position des betreffenden Rades. Die Informationen dafür liefern entweder das ABS-System oder Extrasensoren, die direkt im Rad eingebaut sind. Über eine Reifendruckkontrolle verfügt beispielsweise die Hyundai i30-Familie.

S

Schaltpunktanzeige

Optische Aufforderung zum Hoch- oder Runterschalten im Display als Mittel zur Verbrauchsreduzierung, Bestandteil des i-Blue-Pakets von Hyundai.

Schaltsaugrohr

Weil die Luftschwingungen im Ansaugrohr darüber entscheiden, wie gut die Zylinder gefüllt werden und wie gut sich damit der Drehmoment gestaltet, sind variable Saugrohre eine probate Lösung für die Verbesserung der Motor-Zugkraft. Einige, vor allem sportliche Fahrzeuge haben darum zusätzliche, mit Drehschiebern abgesperrte Saugrohre, die elektronisch in Abhängigkeit von der Drehzahl zu- oder abgeschaltet werden.

Scheinwerfer

Ohne Scheinwerfer bekommt kein Fahrzeug die Zulassungsfreigabe. Heute gibt es Halogen-, Xenon- und LED-Lichttechnik für die in Serie eingesetzten Scheinwerfersysteme. Bei den blau strahlenden Xenon-Lichtern ist eine automatische Reinigungsanlage gesetzlich vorgeschrieben. Klarglas-Scheinwerfer, Freiflächen-Scheinwerfer.

Seitenaufprallschutz

System aus verstärkten seitlichen Schwellern, Türen und Seitenwänden mit aufeinander abgestimmten Verstärkungsprofilen, stabileren Türscharnieren, mehrschaligen A-, B- und C-Säulen sowie Sitzen mit verstärktem Lehnenrahmen.

Sitze

Moderne Pkw-Sitze sind längst nicht mehr nur simple Sitzgelegenheit, sondern in puncto Sicherheit und Komfort optimiert. Sitze lassen sich in Höhe und Neigung einstellen (Sitzeinstellung), teilweise lässt sich auch die Sitzbreite über veränderbare Sitzwangen justieren. Optional angeboten werden Heizung und Belüftung, in manchen Oberklassefahrzeugen gibt es auch eine Massagefunktion.

Sitzeinstellung

Zunehmend gefragt ist die elektrische Sitzverstellung. Bei einigen Modellen, wie dem i40 und dem Santa Fe hat sie den Charme, dass bestimmte Favoriten-Einstellungen über die Memoryfunktion gespeichert werden können.

Sportfahrwerk

Kombination aus Stoßdämpfern und Federn, die straffer als bei konventionellen Fahrwerken ausgelegt ist. Damit einher geht meist eine Tieferlegung des Karosserieaufbaus. Durch den verringerten Fahrzeugschwerpunkt ist ein sportlicheres Fahrverhalten gerade in Kurven gegeben. Die damit einhergehende Komforteinbuße kann nicht überraschen.

Sprachsteuerung

Ein erkennbarer Trend ist die Steuerung wichtiger Funktionen von Autotelefon sowie von Audio- und Navigationssystem durch gesprochene Befehle und Anweisungen. Moderne Systeme begeben sich dabei in einen Dialog mit dem Fahrer, um ihm die Eingaben zu erleichtern.

Spurwechselassistent

Spurwechsel- und Spurhalte-Hilfssysteme warnen, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abzukommen droht oder wenn ein Spurwechsel eingeleitet wird, obwohl sich ein anderes Fahrzeug im Toten Winkel befindet.

Standheizung

Zusatzheizungen sind segensreiche Einrichtungen zur Winterszeit. Sie können problemlos nachgerüstet werden. Das Heizgerät wird dabei im Motorraum installiert; es verfügt über eine Zeitschaltuhr oder lässt sich per Fernbedienung aktivieren. Dadurch stehen beim Einsteigen freie Scheiben und wohlige Wärme bereit – ein Sicherheitsaspekt, der nicht zu vernachlässigen ist.

Start-Stop

Automatisches Abschalten des Motors bei längerem Stand als Mittel zur Verbrauchsreduzierung, selbsttätiger Neustart bei Berührung des Gaspedals.

T

Tank

Behälter zur Aufnahme des Kraftstoffs aus verzinktem Stahlblech, Aluminium oder Kunststoff mit einer Einfüll- und Belüftungsöffnung. Die Entriegelung erfolgt von Hand oder über eine Fernbedienung im Cockpitbereich.

Telefon

Heute kann aus jedem Pkw heraus telefoniert werden – entweder mit einem fest eingebauten Telefon oder dem Mobiltelefon (wobei hier eine Übertragung via Bluetooth erfolgen sollte). Manche Autos verfügen über Favoritentasten, unter denen die gängigsten Nummern abgespeichert werden können. Auf jeden Fall muss eine Freisprecheinrichtung in Anspruch genommen werden.

Telematik

Austausch von Daten zwischen Autos, aber auch zwischen Autos und Sensoren am Fahrbahnrand. Damit kann vor Staus und drohenden Unfällen gewarnt werden. Zur Telematik zählt auch das automatische Absetzen eines Notrufs nach einem Unfall.

Tempomat

Geschwindigkeitsregler, der eine vom Fahrer vorgegebene Geschwindigkeit stur einhält und dafür selbsttätig bremst oder beschleunigt. Wird inzwischen oft mit dem Abstandsradar gekoppelt.

Toter Winkel

Gefährlicher Bereich schräg hinter dem eigenen Fahrzeug, meist in Höhe der C-Säule, der trotz Außen- und Innenspiegel kurzzeitig nicht einsichtig ist.

Turbolader

Turbolader dienen, genau wie Kompressoren, der Aufladung eines Motors mit zusätzlicher Luft. Dabei treibt der Abgasstrom eine oder mehrere Turbinen an, welche heutzutage im Diesel-Bereich meist mit beweglichen Luftschaufeln versehen sind. Diese sorgen für den jeweils optimalen Einlassquerschnitt. Die Geschwindigkeit des Turbinenrads wird als Ladedruck bezeichnet. Dank der unter hohem Druck in den Motor gepressten Luft verbessern sich Zylinderfüllung und Verbrennung. Ergebnis ist mehr Leistung. Meist ist der Turbolader mit einem Ladeluftkühler gekoppelt. Turbolader werden im Zuge der Bemühungen um Downsizing mittlerweile zunehmend auch bei Benzinmotoren eingesetzt.

U

Überrollbügel

Feststehender oder blitzschnell herausfahrender Sicherheitsbügel im Fond von Cabrios, der im Falle eines Überschlags die Insassen vor schweren Kopfverletzungen schützen soll.

Überschlagschutz

Mit dem ESP-System gekoppeltes Sicherheitssystem, das Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt (SUV, Geländewagen, Crossover) in zu schnell absolvierten Kurven vor dem Umkippen bewahrt.

V

Ventilsteuerung

Steuerung zum Öffnen und Schließen der im Kopf hängenden Ein- und Auslassventile. Den Antrieb besorgt eine heutzutage in der Regel oben liegende Nockenwelle. Verbessert werden Füllung und damit Verbrennung im Motor durch eine variable Ventilsteuerung über eine verstellbare Nockenwelle, wie sie bereits der Hyundai i20 aufweist.

Verbundglas-Scheiben

Mehrteiliges Glas mit eingelegter, durchsichtiger Folie, das auch bei Steinschlag nur partiell beschädigt werden kann und nicht zersplittert. Verbundglas-Scheiben werden als Frontscheiben eingesetzt, mittlerweile kommen sie zunehmend auch als Seitenscheiben zum Einsatz.

Vierventiltechnik

Nach dem erfolgreichen Einsatz im Rennsport gelangte die Vierventiltechnik auch in Serien-PKW-Motoren. Dank der höheren Zahl an Ventilen ist ein besserer Füllungsgrad im Zylinder möglich, der Gasaustausch vollzieht sich schneller und effektiver.

W

Wegfahrsperre

Elektronische Wegfahrsperren sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie setzen nach Abstellen des Motors bzw. Verschließen der Tür über das Motorsteuergerät Anlasser und/oder Kraftstoff- und Zündanlage außer Kraft. Ohne den korrekten Zugangscode, den der Transponder im Autoschlüssel übermittelt, können diese Systeme nicht deaktiviert werden – der Motor des Autos springt also nicht an.

Z

Zahnstangen-Lenkung

Ritzel und Zahnstange bilden die durch ihre Präzision beeindruckende Zahnstangen-Lenkung. Die Bewegung der Zahnstange wird über Gelenke auf die Spurstangen übertragen, damit lenken die Räder ein. Als Lenkübersetzung wird das Verhältnis von Ritzeldrehung und Zahnstangenhub definiert.

Zentralverriegelung

Elektrische Anlage, die ein gleichzeitiges Schließen oder Öffnen aller Fahrzeugtüren und -klappen ermöglicht. Die Steuerung der elektromotorischen Verriegelung erfolgt über Relais. Auslösung heute überwiegend über die Funk-Fernbedienung.

Zustiegshilfe (Easy-entry)

Sitzkonfiguration, die einen besseren Zustieg in den Fond erlaubt. Durch Betätigen eines Hebels am Seitenteil des Sitzes klappt zunächst die vordere Rückenlehne nach vorn, anschließend kann der ganze Sitz nach vorn geschoben werden. Dadurch steht mehr Platz zum Ein- oder Aussteigen nach hinten zur Verfügung.