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HYUNDAI MAGAZIN
Der Kanal ist auch südliche Grenze der Region Dithmar-
schen, die als eines der größten Kohlanbaugebiete in Deutsch-
land gilt. So weit das Auge reicht, erstrecken sich in der war-
men Jahreszeit die dunkelgrünen Felder, unterbrochen zumeist
nur von mächtigen Windrädern, die inzwischen ebenso das
Landschaftsbild prägen. Deutlich kleiner fallen die Schiffe aus:
In Friedrichskoog zum Beispiel, dem größten Hafen an der Nord-
seeküste, machen über zwei Dutzend Krabbenkutter fest ­ und
garantieren, dass ihre Ladung fangfrisch in den Verkauf kommt.
Schon weithin sichtbar ist das Wahrzeichen der nächsten
Station Richtung Norden: Die Sankt-Johannis-Kirche, im Volks-
mund auch Meldorfer Dom genannt, gilt als bedeutendster Go-
tikbau in Schleswig-Holstein und belegt eindrucksvoll die Ge-
schichte der 8.000-Einwohner-Gemeinde Meldorf als einzige
mittelalterliche Stadt der Region. Ein Besuch lohnt auch die tra-
ditionsreiche Domgoldschmiede mit ihrer sehenswerten Mine-
raliensammlung und das Dithmarscher Landesmuseum, das die
Alltagskultur der letzten 100 Jahre dokumentiert.
Auf den zumeist schnurgerade verlaufenden Straßen durch
die flache Landschaft geht es weiter an Heide vorbei nach Bü-
sum, wo zur Ferienzeit abertausende Touristen die Beschaulich-
keit des ältesten Seebades Dithmarschens allerdings vergessen
lassen. Wer die vielen Souvenirläden meiden möchte, sollte den
zweitgrößten Kutterhafen an der Westküste aufsuchen: Im dort
Was fährt_Touren-Tipp Nordseeküste
Leckerer Pausenschmaus: Frische Matjes sind eine Spezialität in Glückstadt (oben). Rechts: Die Grachten in Friedrichstadt gaben dem Ort den
Beinamen ,,Venedig des Nordens". Unten links: Hafen in Büsum. Rechts daneben: Der große Strand in Sankt Peter-Ording bietet Platz für alle